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Brandenburg

25. November 2017 | 00:55 Uhr

Polizei sucht verletzten Fahrer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Paket-Lkw in der Nacht zu gestern bei Parchim verunglückt / Kraftfahrer taucht im Krankenhaus Nauen wieder auf

von
erstellt am 30.Jun.2017 | 10:13 Uhr

Dramatische Regennacht auf der B 321 zwischen Marnitz und Suckow: Ein mit Paketen beladener 40-Tonner kracht gestern gegen einen Baum. Im total zerstörten Fahrerhaus finden sich Blutspritzer, der Fahrer bleibt zunächst spurlos verschwunden. Später taucht er verletzt im Krankenhaus Nauen auf.

Als die ersten Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Suckow und Marnitz am Unfallort eintreffen, ahnen sie Schlimmes. Der Motorwagen des Hängerzuges ist aus Richtung Parchim kommend aus bislang unbekannter Ursache bei strömendem Regen nach rechts von der Straße abgekommen und frontal gegen einen Baum gekracht, das Fahrerhaus komplett zerstört, der Anhänger liegt auf der Seite im Graben.

Doch dann der Schreck: statt eines eingeklemmten und schwer verletzten Fahrers eine leere Kabine. „Wir haben das kaum glauben können, am Lenkrad war Blut, ebenso an einer Warnweste, die wir vorfanden“, so Einsatzleiter Dirk Prieß von der Suckower Wehr. Gemeinsam mit den Marnitzer Kameraden beginnen die Suckower sofort, die Umgebung abzusuchen. Im nassen Rapsfeld watend, mit der Taschenlampe leuchtend, suchten sie nach dem Fahrer.

Auch die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Parchim werden hinzugezogen, da die Parchimer über eine Wärmebildkamera verfügen. Amtswehrführer Danilo Urbutat bringt eine weitere von der Lübzer Wehr und gemeinsam werden die Strecken von der Unfallstelle Richtung A 24 und in Richtung Marnitz beidseitig der Fahrbahn abgesucht. Der Einsatz eines Hubschraubers ist aus witterungstechnischen Gründen, so die Polizei, nicht möglich. Doch kein Fahrer weit und breit. Jetzt wird ein Fährtenhund angefordert.

Dann die Meldung der Polizei, dass sich der Fahrer bei der Spedition gemeldet haben soll – ein kleines Aufatmen bei den Einsatzkräften von Polizei, Feuerwehr und DRK: Der Fahrer scheint wenigstens zu leben. Doch wo ist er und welche Verletzungen hat er? Eine Ortung durch die Polizei klappt nicht und so bleibt weiter die Ungewissheit. Später folgt die Meldung, dass der Fahrer sich bei der Polizei gemeldet habe und meinte, dass er sich hat abholen lassen und auf dem Weg nach Berlin sei.

Wer hat ihn abgeholt, mit welchem Auto ist er wo auf der Autobahn? Diese Fragen bleiben vorerst unbeantwortet. Inzwischen ist aus Rostock der Hundeführer mit einem Fährtenhund in Suckow angekommen. Doch der langanhaltende Regen hat alle Spuren verwischt. So rücken die 22 Kameraden der Feuerwehren ab, die Polizei hebt die Vollsperrung auf.

Erst gestern klärte sich das Schicksal des Lkw-Fahrers: Die Polizei Brandenburg teilte mit, der Mann befinde sich im Krankenhaus. Demnach habe sich der 46-jährige Fahrer nach dem Unfall von einem Bekannten abholen lassen. Der Bekannte habe ihn dann zu seinem im Bundesland Brandenburg liegenden Wohnort bringen wollen.

Wegen der Verletzungen, die der Fahrer erlitt, brachte der Bekannte ihn jedoch ins Krankenhaus nach Nauen. Dort wird der 46-Jährige behandelt. Er soll sich bei dem Unfall unter anderem eine Kopfverletzung und zahlreiche Hämatome zugezogen haben. Warum der Mann den Unfallort verlassen hat, ist noch unklar. Die Polizei nahm gegen ihn eine Anzeige wegen unerlaubten Entfernens vom Unfallort auf.

 

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