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Polizei stärkt Kampf gegen den Terror

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sondereinheit bekommt nun feste Strukturen

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2016 | 05:00 Uhr

Brandenburgs Polizei unternimmt einen weiteren Schritt im Kampf gegen den islamistischen Terrorismus. Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums gestern erklärte, wird aus der vor einem Jahr installierten Arbeitsgruppe ab 1. November ein eigenes, beim Landeskriminalamt in Eberswalde angesiedeltes Dezernat. Dessen Aufgabe sei die Aufklärung und Bekämpfung des islamistischen Terrorismus.

Der Polizeisprecher betonte, das Aufgabenfeld der rund 20 Mitarbeiter verändere sich nicht. Schon in der jüngsten Vergangenheit sei die besondere Aufbauorganisation (BAO) zum Beispiel mit den Ermittlungen gegen einen terrorverdächtigen Asylbewerber im Juni in Wriezen und gegen zwei Deutsche aus Eisenhüttenstadt befasst gewesen, die im August einen Anschlag auf das dortige Stadtfest geplant haben sollen. Wichtig sei bei der Arbeit auch der kurze Draht der Experten zum Bundeskriminalamt und diversen Nachrichtendiensten.

Nach einer gewissen Zeit stehe man vor der Frage, eine BAO mit abgeordneten Mitarbeitern aufzulösen oder feste Strukturen zu schaffen, so der Sprecher. Letzteres geschehe nun, da man von anhaltender Terrorgefahr ausgehe. Für den Posten des Dezernatsleiters laufe die Ausschreibung. Arabisch sprechende Kollegen sollen ebenso zum Team gehören wie Islamwissenschaftler.

Auch materiell hat Brandenburgs Polizei im Anti-Terror-Kampf aufgerüstet. Für die Maschinenpistolen wurde neue Munition geordert, die von Terroristen bevorzugte, stark gepanzerte Westen durchschlägt. Die Spezialeinsatzkommandos erhielten neue Gewehre und Schutzhelme. Nachtsichtgeräte werden gerade angeschafft.  

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