Platzeck sieht Lausitz nach der IBA für Zukunft gerüstet

Nur eines von vielen Objekten der Internationalen Bauausstellung ist das Informations- und Ausstellungszentrum der Schau in Großräschen. Hier ein Blick von der Terasse auf den ehemaligen Braunkohletagebau, der nun ein See wird.
Nur eines von vielen Objekten der Internationalen Bauausstellung ist das Informations- und Ausstellungszentrum der Schau in Großräschen. Hier ein Blick von der Terasse auf den ehemaligen Braunkohletagebau, der nun ein See wird.

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10. April 2010, 01:57 Uhr

Potsdam | Jazz und Jeepsafaris im Bergbaugebiet und vieles mehr erwartet die Besucher der Internationalen Bauausstellung "Fürst-Pückler-Land" (IBA) in diesem Jahr. Mit 220 Veranstaltungen und Touren wollen die Ausstellungsmacher und ihre Gäste den Abschluss der IBA nach zehn Jahren feiern, wie IBA-Geschäftsführer Rolf Kuhn gestern in Potsdam ankündigte. Die IBA sei "von unten" gewachsen und werde von der Bevölkerung getragen werde, betonte er. Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) bezeichnete die IBA als "Erfolgsgeschichte". Sie habe eine zerschundene Landschaft in eine Region verwandelt, die heute nicht mehr wieder zu erkennen und fit für die Zukunft sei.

Die seit dem Jahr 2000 laufende Bauausstellung präsentiert 30 Projekte zum Struktur- und Landschaftswandel im alten Lausitzer Braunkohlerevier auf einer Fläche von 8000 Quadratkilometern. Dazu gehören unter anderem das Besucherbergwerk F60 in Lichterfeld, die Slawenburg Raddusch und die IBA-Terrassen. Für alle Projekte existierten Kuhn zufolge Strukturen für eine künftige Nutzung.

Den Auftakt der Veranstaltungen zum IBA-Finale bildet eine Symphonie auf dem Grund des zukünftigen Ilse-Sees am 24. April in Großräschen. Die Symphonie ist die erste von sieben Inszenierungen des Kunstprojekts "Paradies 2" des Schweizer Regisseurs Jürg Montalta für das Finaljahr. Seinen Angaben zufolge sollen rund 9000 Lausitzer mitwirken. Zu den Höhepunkten zählt ebenfalls ab 24. April die zentrale Ausstellung "Die Neueroberung einer Landschaft" auf den IBA-Terrassen Großräschen. Bis Oktober sind zudem Feste, Wanderungen, Jeepsafaris, Rad-, Floß- und Bustouren durch die Bergbaulandschaft geplant. Auf den IBA-Terrassen wird zu "Jazz im Liegestuhl" und zu Filmnächten eingeladen.

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