Leben im Alter : Pflegebedarf nimmt zu

Eine Pflegerin  hilft einer Seniorin beim Trinken.
Eine Pflegerin hilft einer Seniorin beim Trinken.

Auf dem Land meist ambulante Versorgung – Die Pflegeheime in Städten sind nicht nur für Brandenburger interessant

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08. März 2016, 05:00 Uhr

In Brandenburg sind immer mehr Menschen pflegebedürftig. „In den letzten Jahren haben wir in allen Versorgungsformen der Pflege Zuwächse verzeichnet“, sagt der Referatsleiter für Seniorenpolitik und Pflegeberufe im Sozialministerium, Ulrich Wendte. Bemerkenswert sei gegenüber anderen Bundesländern, dass in der Mark mehr Menschen ambulant versorgt würden als stationär. Auch die Tagespflege habe relativ viel Bedeutung.

Nach jüngsten Zahlen des Statistischen Landesamtes wurden 2013 knapp 103 000 Pflegebedürftige im Land registriert. Zehn Jahre zuvor waren es fast 69 000. Den größten Anteil mit rund 20 800 Menschen machen 80- bis 85-Jährige aus. 2013 waren über 66 500 Frauen und fast 36 380 Männer im Land auf Pflege angewiesen.

Innerhalb Brandenburgs sei es sehr verschieden, wie die Menschen gepflegt würden, so Wendte: Während in der Uckermark rund 15 Prozent der Pflegebedürftigen stationär versorgt würden, liege der Anteil in Cottbus bei knapp 40 Prozent. Ambulante Dienste sind besonders im Elbe-Elster-Kreis und im Havelland gefragt, mit einem Anteil von knapp 40 Prozent.

Begehrt sind Wendte zufolge preiswerte Wohnmöglichkeiten. Im Speckgürtel um Berlin fänden auch hochpreisige Angebote Interessenten. „Die richten sich oft gezielt an Berliner“, sagt er.

Zum Beispiel finden viele Hauptstädter den Alterssitz in zwei Seniorenresidenzen der gemeinnützigen Procurand-Stiftung in Neuenhagen bei Berlin (Märkisch Oderland).

Gebaut Ende der 90er-Jahre liegen sie laut Einrichtungsleiter Enrico Hennig im mittleren Preissegment. In den 110 Zimmern lebten auch Zugezogene aus den alten Bundesländern. „Senioren ziehen oft in die Nähe ihrer Kinder“, sagt er.

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