Reiterstaffel der Bundespolizei : „Pegasus“ lebt im Pferdeparadies

25 Pferde und 37 Reiter zählt die Reiterstaffel der Bundespolizei.
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25 Pferde und 37 Reiter zählt die Reiterstaffel der Bundespolizei.

Tag der offenen Tür im neuen Domizil der Reiterstaffel der Bundespolizei

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15. Mai 2017, 04:45 Uhr

„Pegasus“, so der Funkname der Reiterstaffel der Bundespolizei, hat jetzt auch offiziell sein neues Domizil am Berliner Stadtrand in Stahnsdorf (Potsdam-Mittelmark) in Besitz genommen. Für 6,9 Millionen Euro ist ein neues Dienstgebäude samt Stallungen sowie Reitanlagen mit einer Schmiede und einer Pferdekoppel entstanden.

Am Sonnabend wurden im Rahmen eines Festakts die Schlüssel übergeben. „Sowohl Mensch als auch Tier fühlen sich am neuen Standort sehr wohl und wurden in der Nachbarschaft gut aufgenommen“, erklärte Thomas Striethörster, Chef der Bundespolizeidirektion Berlin.

Von den Qualitäten des neuen 25 000 Quadratmeter großen Pferdeparadieses in der Nähe der Autobahn 115 überzeugten sich auch Bundespolizei-Präsident Dieter Romann und der ehemalige Bundesinnenminister Otto Schily (SPD). Das eine oder andere Pferd wurde vom obersten Bundespolizisten sogar ausgiebig geherzt und gestreichelt.

Wenig später nutzten tausende Besucher die Gelegenheit, um beim Tag der offenen Tür einen Schnupperkurs bei der Reiterstaffel zu nehmen. Die Bundesbeamten waren mit ihren Pferden bereits im März vom ehemaligen Dienstsitz in Berlin-Grunewald nach Stahnsdorf umgezogen. Im Grunewald war es zu eng für Tiere und Reiter geworden. Vor zwei Jahren starteten auf einer ehemaligen Militärbrache die Bauarbeiten.

Im neuen Zuhause steht für jeden Warmblüter eine 15 Quadratmeter große Box plus 30 Quadratmeter in einem direkt angrenzenden Freilauf zur Verfügung. Dazu kommen eine Koppel, Außenreitplätze, eine Halle, ein Longierzirkel und eine Führanlage. Striethörster sprach in diesem Kontext von „Deutschlands modernster Reiterstaffel“. Derzeit verfügt die Einheit über 25 Pferde und 37 Reiter.

Gegründet wurde sie von der Berliner Polizei. 2002 wechselte die Einheit zur Bundespolizei. Von ehemals 45 Tieren blieben 25 übrig. Die Einheit kommt bundesweit zum Beispiel im Berliner Regierungsviertel oder in unwegsamem Gelände an Bahnanlagen oder zur Grenzsicherung zum Einsatz.

Jährlich fallen für die einzige Staffel der Bundespolizei rund 70 000 Euro Futterkosten an. Zusätzlich kommen noch einmal rund 5600 Euro je Pferd für Hufbeschlag, Tierarztkosten und anderes zusammen. Wenn neue Tiere für den Dienst besorgt werden müssen, können Kaufpreise pro Pferd von bis zu 8000 Euro anfallen.

Georg-Stefan Russew

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