Nach Gewitter : Parks in Potsdam geschlossen

Während die Feuerwehr noch Schäden beseitigte, waren nächste Gewitterwolken angekündigt.

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13. Juni 2019, 13:50 Uhr

Anna Kristina Bückmann

Abgebrochene Äste, umgekippte Bäume, überschwemmte Straßen: Die schweren Gewitter haben zu Schäden in Gärten und Parks des Unesco-Welterbes in Potsdam geführt. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) schloss am Mittwoch den Neuen Garten, den Pfingstberg und den Park Babelsberg. Auch das Marmorpalais, das Schloss Cecilienhof sowie das Belvedere seien für Besucher nicht zugänglich. 35 Bäume seien in den Parks umgestürzt, Wege teils stark ausgespült. Große Gefahr gehe von Kronen- und Astbrüchen aus, wie die Stiftung mitteilte. „Die Aufräumarbeiten dauern noch an“, sagte Sprecher Jan Kallensee.

Die Polizei Brandenburg berichtete von Blitzeinschlägen, herabfallenden Ästen, Unfällen und überschwemmten Straßen. In Potsdam musste unter anderem die Zeppelinstraße streckenweise gesperrt werden. Gully- und Kanaldeckel wurden hochgedrückt. Auch im Havelland gingen größere Wassermengen nieder und liefen unter anderem in Keller und Tiefgaragen. In Oranienburg und Schildow (Oberhavel) sowie Schöneiche bei Berlin (Oder-Spree) brannten nach Blitzeinschlägen mehrere Dachstühle.

Die Feuerwehr Potsdam war seit dem Dienstagabend im Dauereinsatz, wie die Stadt mitteilte. 196 Einsätze habe es wegen der unwetterartigen Gewitterfront mit Starkregen, Hagel und Sturmböen gegeben. In Potsdam-Babelsberg beschädigten umgestürzte Bäume mehrere Autos.

Ein Auto blieb an einer Bahnunterführung in Babelsberg im Wasser stecken. Und auch in mehreren Schulen hinterließ das Unwetter Spuren: In der Eisenhart-Schule fiel nach Blitzeinschlag der Strom vorübergehend aus. Der Stadtkanal in Potsdam war nach den Regenmassen mit Wasser gefüllt.

Etwa 100 Feuerwehrleute waren nach Angaben der Stadt nachts mit 30 Fahrzeugen im Einsatz. Unterstützung erhielten sie von fünf freiwilligen Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk und dem Deutschen Roten Kreuz zur Versorgung. Noch am Nachmittag waren die Feuerwehrleute damit beschäftigt, letzte Einsätze abzuarbeiten, sagte eine Sprecherin der Regionalleitstelle Nordwest der Feuerwehr.

Für Mittwochnachmittag kündigte der Deutsche Wetterdienst die nächsten Gewitter mit Sturmböen bis 100 Kilometer je Stunde sowie einzelne Orkanböen an.

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