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Polizei-Gewerkschaft BEKLAGT : Zu wenige Waffenkontrollen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Beamte sollen nur stichprobenartig unterwegs sein / Schärfere Überprüfungen kaum möglich

svz.de von
erstellt am 22.Sep.2014 | 23:09 Uhr

Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) kritisiert, dass es in Brandenburg zu wenige Waffenkontrollen gibt. Nach Angaben des Polizeipräsidiums sind die Beamten nur stichprobenartig unterwegs. Das hat nach Ansicht des GdP-Landesvorsitzenden Andreas Schuster vor allem mit der dünnen Personaldecke bei der Polizei zu tun, die in Brandenburg auch als Waffenbehörde fungiert. „So sind regelmäßige und systematische Kontrollen gar nicht möglich.“ Dabei waren nach dem Amoklauf von Winnenden die Regelungen zur Kontrolle von Waffen und Munition verschärft worden. Seither können Waffenbesitzer unangemeldet und ohne konkreten Verdacht kontrolliert werden.

Im März 2009 hatte in Winnenden ein 17-Jähriger mit einer Waffe seines Vaters 15 Menschen und sich selbst erschossen.

Das Polizeipräsidium betonte, dass es Kontrollen zwischen Elbe und Oder gebe. Zumeist seien Revierpolizisten im Einsatz. Wenn der Polizei Hinweise auf Verstöße vorliegen, schreite sie sofort ein.

„Die Stichproben reichen solange, wie es gut geht“, sagte Schuster. Wenn nicht, müsse sich die Polizei dann einigen Fragen stellen. „Wir müssen agieren und systematisch kontrollieren“, betonte Schuster.

Laut Polizei gibt es im Land 119 543 angemeldete Schusswaffen.

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