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Orkantief kommt nach Deutschland : Warnung vor Windstärke zwölf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mit Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern rechnen Meteorologen in den nächsten Tagen. Das Tief braut sich derzeit über dem Atlantik zusammen und wird wohl heute Brandenburg erreichen.

svz.de von
erstellt am 08.Jan.2015 | 22:00 Uhr

Mit Sturmböen und Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern rechnen Meteorologen in den nächsten Tagen. Das Tief braut sich derzeit über dem Atlantik zusammen und wird wohl heute Brandenburg erreichen.

„Die stärksten Orkanböen erwarten wir mit über 140 Stundenkilometern auf den nordfriesischen Inseln und der Nordsee sowie auf dem Brocken im Harz“, informiert das Institut für Wetter- und Klimakommunikation in Hamburg. Der Meteorologe Hans-Joachim Knußmann aus Frankfurt (Oder) ist sicher, dass der Sturm mit beinahe unverminderter Kraft auch über Brandenburg hinwegfegen wird. „Am stärksten wird zwar der Norden Deutschlands betroffen sein, mit Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Aber auch Sachsen-Anhalt, Berlin und Brandenburg liegen auf dem Weg des Tiefs“, sagt der Wetterexperte. Für die Mark rechnet er heute und morgen mit Windgeschwindigkeiten von rund 100 Stundenkilometern, „auf kahlen Erhöhungen, wie wir sie beispielsweise bei Bad Freienwalde haben, vielleicht sogar von 120 Stundenkilometern“. Das entspräche Windstärke zwölf.


Umgestürzte Bäume und gesperrte Brücken


An den Orkan „Kyrill“, der Mitte Januar 2007 über Mitteleuropa hinwegfegte, wird das erwartete Unwetter aber wohl nicht heranreichen. „Kyrill“ erreichte in Böen Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Stundenkilometern.

Das aktuelle Tief entwickelt seine Wucht durch das Aufeinanderprallen kalter Luft aus der Arktis – dort sind es zurzeit minus 30 Grad – und ­eines recht warmen Windes, der aus Südwesten von den Azoren kommt. Der Höhepunkt der stürmischen Wetterlage wird laut Deutschem Wetterdienst am Sonnabend erreicht. An der Nordseeküste besteht die Gefahr von Sturmfluten. Vor allem dort, aber auch an der Ostsee muss sich die Bevölkerung auf Behinderungen im Fähr-, Schienen- und Flugverkehr einstellen. Auch mit umgestürzten Bäumen und der Sperrung von Straßen und Brücken ist zu rechnen.

Meteorologe Knußmann rechnet für die nächsten Tage auch mit starken Regenfällen. Er gehe davon aus, dass insgesamt zehn bis zwanzig Liter Regen pro Quadratmeter fallen können, sagt er. Zu Überschwemmungen werde es aber nicht kommen.

 

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