Munitionsbergungsdienst : Über 200 Tonnen Kampfmittel beseitigt

Sprengmeister Mike Schwitzke kniet neben einer entschärften Fliegerbombe an einer Fundstelle in Babelsberg.
Sprengmeister Mike Schwitzke kniet neben einer entschärften Fliegerbombe an einer Fundstelle in Babelsberg.

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04. Januar 2016, 09:26 Uhr

Bei der Vernichtung von Munition aus dem zweiten Weltkrieg kann Brandenburg künftig mit mehr finanzieller Hilfe des Bundes rechnen. „Es ist ein Erfolg intensiver Bemühungen, dass der Bund nun auch zu seiner Mitverantwortung für die Beseitigung alliierter Kampfmittel steht“, sagte Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in Potsdam. Noch sei unklar, wie die bereitgestellten Mittel verteilt werden sollen. Bisher steuerte der Bund nur Geld bei, wenn es um die Beseitigung so genannter reichsdeutscher Munition ging. Jetzt wird es auch Unterstützung für die Vernichtung von Kampfmitteln der Alliierten geben. Laut Mitteilung sind dafür deutschlandweit 60 Millionen Euro bis 2019 vorgesehen.

Im Jahr 2015 wurden in Brandenburg nach einer vorläufigen Bilanz mehr als 200 Tonnen Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg vernichtet. Darunter waren beispielsweise 25 000 Granaten, 800 Brandbomben und 120 Sprengbomben, wie es in der Mitteilung des Innenministeriums hieß. Auch 19 große Bomben mit einem Gewicht von jeweils mehr als 250 Kilo wurden fachgerecht entsorgt. Dazu kam Munition von Handfeuerwaffen. Die Kosten für das Land betrugen mehr als 11,4 Millionen Euro.

In der Mark werden den Angaben zufolge immer noch auf rund 350 000 Hektar zivil genutzter Fläche Blindgänger vermutet. Neben Oranienburg gehören Potsdam, die Region südlich Berlins sowie Gebiete entlang von Oder und Neiße zu den Schwerpunkten.

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