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Güterzug rollt bei geöffneten Schranken : Technik-Panne versetzt Autofahrer in Angst

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Schnappschuss eines Potsdamer Autofahrers sorgt seit wenigen Tagen in sozialen Netzwerken wie Facebook für Aufregung: Ein Güterzug donnert bei geöffneter Schranke über einen Bahnübergang in Potsdam-Babelsberg.

svz.de von
erstellt am 16.Jul.2015 | 08:00 Uhr

Der Schnappschuss eines Potsdamer Autofahrers sorgt seit wenigen Tagen in sozialen Netzwerken wie Facebook für Aufregung: Ein Güterzug donnert bei geöffneter Schranke über einen Bahnübergang in Potsdam-Babelsberg. Fahrschullehrer Thomas Ehlenbeck hat das Foto, das unter Kollegen die Runde macht, bei Facebook online gestellt und wundert sich über die Resonanz, die es ausgelöst hat. „Der Vorfall soll vor ein paar Wochen passiert sein“, sagt Ehlenbeck, der die Situation selbst nicht miterlebt hat, aber von ähnlichen Vorfällen in Brandenburg weiß.

Im Juni 2013 berichteten Medien über einen Zwischenfall entlang der Strecke Königs Wusterhausen – Cottbus. Auch hier kam es laut Bahn zu einer Störung, so dass ein Güterzug den Übergang in voller Fahrt bei geöffneter Schranke passierte.

Die Bahn kann zu dem aktuellen Fall keine Auskunft geben, verweist jedoch auf ihre Statistik, nach der die mit Schranken oder Halbschranken ausgerüsteten Übergänge zweimal jährlich einer strengen Inspektion unterlägen. „Überdies haben technische Anlagen eine selbstständige Fehlererkennung, das heißt sie melden Fehler oder Störungen an eine überwachende Stelle wie Fahrdienstleiter, Wärter oder an ein Signal“, erklärt eine Bahnsprecherin.

Dass ein Zug in voller Fahrt einen Bahnübergang bei geöffneten Schranken durchfährt, hält man bei der Bahn für unwahrscheinlich. Lokführer seien verpflichtet, bei Störungen vor dem Bahnübergang anzuhalten und erst nach entsprechender Sicherung weiterzufahren. „Somit bestand zu keiner Zeit eine Gefährdung für die anderen Verkehrsteilnehmer“, behauptet die Bahn.

Bei Facebook bestätigt ein Beobachter diese Aussage: „Ich hab diesen Zug gesehen. Er hat angehalten und rumgetrötet, damit ihn jeder hören kann“, kommentiert er. Fahrschullehrer Ehlenbeck wehrt sich indes gegen den Vorwurf der Panikmache: „Wir wollten darstellen, dass Autofahrer auch an gesicherten Bahnübergängen Vorsicht walten lassen müssen.“

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