Tigermädchen Alisha hat ein neues Zuhause : Tatzenschläge als Gruß

Das Berliner Tigerbaby Alisha (l.) und der kleine Tiger Dragan sahen sich gestern das erste Mal.
Das Berliner Tigerbaby Alisha (l.) und der kleine Tiger Dragan sahen sich gestern das erste Mal.

Dort soll sie in den nächsten Wochen mit dem kleinen Tigerjungen Dragan aufwachsen.

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11. März 2015, 08:00 Uhr

Ein erstes zaghaftes Schnuppern, eine Begrüßung mit Tatzenschlag: Das drei Monate alte Tigermädchen Alisha ist gestern aus dem Berliner Tierpark in den Zoo Eberswalde (Barnim) umgezogen. Dort soll sie in den nächsten Wochen mit dem kleinen Tigerjungen Dragan aufwachsen.

Sowohl Dragan als auch Alisha sind von ihren Muttertieren vernachlässigt worden. Alisha kam am 10. Dezember 2014 im Tierpark Berlin zur Welt. Ihre Mutter hatte zu wenig Milch, Pfleger mussten mit der Flasche ran. Auch Dragan erging es so. Er wurde am 7. Oktober 2014 im Zoo Eberswalde geboren. Auch ihn päppelten Pfleger groß.

Nun ist es Zeit, die Raubkatzen an Artgenossen zu gewöhnen. Sie sollen voneinander artgerechtes Verhalten lernen, wie Tierpark Berlin und Zoo Eberswalde berichteten. Dragan ist zwei Monate älter als Alisha, übermütig und viel kräftiger. An der Leine eines Pflegers wartete er auf den flauschigen Neuankömmling.

Die Tour von Berlin ins 50 Kilometer nordöstlich gelegene Eberswalde legte Alisha in einer Transportkiste zurück. Das erste Aufeinandertreffen verläuft vielversprechend. Zwei Pfleger stellten die Kiste in das Gehege. Beide Tierkinder umkreisen sich neugierig und pusten einander an, wie es Tiger machen, um sich zu erkennen zu geben. Viele Besucher ließen sich das Schauspiel nicht entgehen.

Vorerst sind sie jeden Tag zwischen 11 und 12 Uhr und dann noch mal von 14 bis 15 Uhr dort gemeinsam zu sehen. Nachts werden die kleinen Tiger noch getrennt. „Wir müssen schauen, wie sie miteinander auskommen“, sagt der Eberswalder Zoo-Direktor Bernd Hensch. „In diesem Alter freuen sie sich auf Spielgefährten.“

Wenn es mit der Gewöhnungsphase gut klappt, sollen die Tierkinder bis Juni in Eberswalde und dann bis Jahresende im Berliner Tierpark leben. Wohin es danach für sie geht, ist noch nicht raus. Wie bei allen gefährdeten Arten entscheidet ein zentraler Zuchtbuchführer über die dauerhafte Heimat der Tiere.

Armurtiger sind vom Aussterben bedroht. Im Eberswalder Zoo leben außer ihnen noch zwei erwachsene Exemplare. Der Zoo Eberswalde beherbergt rund 1500 Tiere. Jährlich kommen etwa 250 000 Besucher.

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