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„Elon“ fegt über Brandenburg : Sturm deckt Grundschuldach ab

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Ein Sturm ist über Brandenburg hinweggezogen und hat teils heftige Schäden angerichtet.

svz.de von
erstellt am 09.Jan.2015 | 22:01 Uhr

Ein Sturm ist über Brandenburg hinweggezogen und hat teils heftige Schäden angerichtet. Das gesamte Dach einer Grundschule in Prenzlau wurde abgedeckt. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand. In Beeskow brach ein Teil einer Supermarktdecke herunter - eine Kundin wurde verletzt. Auf der Autobahn 11 bei Joachimsthal gab es wegen umgestürzter Bäume kilometerlange Staus.

Die Grundschule in Prenzlau musste am Vormittag evakuiert werden, wie die Polizei mitteilte. Nach Stadtangaben waren zum Zeitpunkt des Sturms rund 300 Kinder in dem Gebäude. Eine Polizeisprecherin sagte: „Alle Schüler sind unverletzt aus dem Gebäude gebracht worden.“ Feuerwehr, Polizei und das Ordnungsamt waren im Einsatz. Der Sturm habe das Dach wie ein Segel abgedeckt, sagte der Stadtbeigeordnete für den Bereich Ordnungswesen, Andreas Heinrich. Es sei auf die Rückseite der Schule gefallen. Das Flachdach sei nach der Wende saniert worden und inzwischen rund 16 Jahre alt.

In dem Beeskower Supermarkt fiel eine Deckenplatte herab, nachdem ein Baum auf das Gebäude gestürzt war. Eine Frau musste ambulant behandelt werden. Nach Polizeiangaben sog sich die Decke anschließend mit Wasser voll und drohte, ganz einzustürzen. Der Supermarkt wurde geschlossen. In Fürstenwalde im selben Landkreis setzte ein Blitz den Dachstuhl eines Wohnhauses in Brand.

Der Sturm machte sich auch im Barnim bemerkbar: Mehrere Bäume stürzten laut Polizei auf Straßen, so dass die Autobahn 11 zwischen den Anschlussstellen Pfingstberg und Joachimsthal voll gesperrt wurde. Die Folge: Kilometerlange Staus in beiden Richtungen. Der ADAC riet, am Wochenende in Berlin und Brandenburg auf das Autofahren zu verzichten. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg schloss am Nachmittag ihre Gärten und Parks. Die Stadt Eberswalde sagte ihren Neujahrsempfang ab. Die Bürgerfeier war im Freien auf einer Wiese in der Nähe der Hochschule geplant.

Auch in der Prignitz waren die Feuerwehren im Dauereinsatz, um umgestürzte Bäume von den Straßen zu Räumen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte auch für heute vor schweren Sturmböen. Vereinzelt seien orkanartige Böen mit bis zu 115 Stundenkilometern möglich. Seite 7/ 24 / 25

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