Umstellung abgeschlossen : Streifenwagen hochgerüstet

Die Umrüstung zu neuen Fahrzeugen ist abgeschlossen.
Die Umrüstung zu neuen Fahrzeugen ist abgeschlossen.

Wenn Brandenburgs Polizisten zu einem Einsatz ausrücken, dann haben sie mittlerweile ein komplettes Multimedia-Büro mit Laptops, Touchscreens und Videokameras an Bord.

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29. August 2015, 08:00 Uhr

Wenn Brandenburgs Polizisten zu einem Einsatz ausrücken, dann haben sie mittlerweile ein komplettes Multimedia-Büro mit Laptops, Touchscreens und Videokameras an Bord. „Die Umrüstung von weiteren 110 Fahrzeugen in diesem Jahr ist abgeschlossen“, sagt Harald Clauth vom Zentraldienst der Polizei, der für interaktive Funkstreifenwagen zuständig ist. Somit verfügen jetzt 140 Wagen über die moderne Technik.

Die ersten Funkstreifenwagen der Zukunft wurden noch vom damaligen Innenminister Jörg Schönbohm (CDU) im Jahr 2007 übergeben, seitdem wurde immer wieder an idealen technischen Lösungen gefeilt. Als Kosten wurden vom Innenministerium 75  000 Euro pro Fahrzeug genannt. „Jetzt haben wir in Zusammenarbeit mit der Industrie ein System entwickelt, das in allen Fahrzeugtypen eingebaut werden kann“, sagt Clauth. Dabei läuft ein Großteil der Kommunikation und Navigation über die berührungsempfindlichen Bildschirme ab. Dort können Polizisten ihre Aufträge lesen – mit sämtlichen Details sowie der kürzesten Route zum Einsatzort. Früher mussten die Angaben über Funk übermittelt werden. Auf einer Karte werden zudem über GPS die Standorte sämtlicher Streifenwagen in der Nähe angezeigt.

„Die Leitstellen können jetzt über Zuständigkeitsgrenzen hinaus die Fahrzeuge koordinieren“, sagt Clauth. Zur Eigensicherung der Beamten wurden darüber hinaus Videokameras an Front- und Heckscheibe installiert, mit denen Einsätze aufgezeichnet werden. „Das ist so konfiguriert, dass der Datenschutz eingehalten wird“, erklärt der Mitarbeiter des Polizei-Dienstleisters. Die Bürger könnten anhand einer kleinen LED-Lampe erkennen, ob die Kamera eingeschaltet ist.

Vor allem aber die Laptops sollen Abläufe vereinfachen. „Dadurch können die Kollegen beispielsweise schon die Daten eines Unfalls in das polizeiliche System eingeben, wenn sie auf den Abschleppwagen warten müssen“, erklärt Clauth. Durch den Zugriff auf sämtliche Anwendungen könnten auch Fahndungsabfragen oder die Überprüfung von Fahrern schnell erfolgen.

Von einer enormen Arbeitserleichterung spricht auch das Polizeipräsidium. „Viele Büroarbeiten können gleich an Bord erledigt werden“, sagt Präsidiumssprecher Dietmar Keck. Allerdings ersetzen die Multifunktions-PC in den Funkstreifenwagen nicht die Fahrt in das Revier. „Die Schreibmaschine wird dort aber nur noch in Einzelfällen eingesetzt“, sagt Keck.

Auch in die Flotte wird investiert: In diesem Jahr 23 sollen neue Polizei-Vans in Dienst genommen werden. Einer sei bereits im Einsatz, so Keck. Die Opel Zafira Tourer sind ebenfalls mit der modernen Technik ausgestattet und von außen an den markanten Farben gelb, blau und weiß zu erkennen.

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