Wichtiges Ehrenamt : Seelsorge sucht Helfer

100 Stunden dauert die Ausbildung für Telefonseelsorger.
100 Stunden dauert die Ausbildung für Telefonseelsorger.

Sie hören Brandenburgern zu, wenn sonst niemand da ist: die Ehrenamtlichen der Telefonseelsorge.

svz.de von
01. Juli 2014, 12:38 Uhr

Nachwuchssuche und Spendengelder bleiben zentrale Themen der Telefonseelsorge Potsdam. „Wir brauchen immer wieder neue Menschen, die Zeit, Kraft und Stabilität mitbringen“, sagte Leiterin Beate Müller. Pünktlich zum 20-jährigen Bestehen begrüßte sie am Wochenende 15 neue Ehrenamtliche bei dem Projekt, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben.

Etwa 20 000 Anrufe nimmt die Telefonseelsorge jährlich entgegen. Sozialminister Günther Baaske (SPD) lobte das Engagement anlässlich des Jubiläums, das in Potsdam gefeiert wurde. „Ihren Einsatz kann man gar nicht hoch genug würdigen“, so der Minister. Sein Ressort unterstützt das Projekt jährlich mit 25 000 Euro.

„Es ist herausragend, dass die finanzielle Unterstützung des Landes seit Jahren stabil ist“, betonte Müller. Trotzdem seien Spenden unverzichtbar. Allein der Ausbildungskurs für die Mitarbeiter der Telefonseelsorge, der 100 Stunden umfasst, koste 10 000 Euro.

Träger der Einrichtung ist das Diakonische Werk Potsdam. Neben den Mitarbeitern in der Landeshauptstadt gibt es weitere Stellen in Cottbus und Frankfurt. Bundesweit sind es mehr als 100 Einrichtungen.

Sie stellen ein bundesweites Netz dar, um eine Erreichbarkeit rund um die Uhr zu gewährleisten. Handy-Anrufe werden automatisch bundesweit auf die verschiedenen Einrichtungen verteilt. „Wer vom Festnetz aus anruft, hat jedoch gute Chancen, direkt in Potsdam zu landen“, erklärte Müller.

Seit 15 Jahren gibt es ein zusätzliches Angebot für junge Brandenburger: Am Kinder- und Jugendtelefon können sie montags bis samstag von 14 bis 20 Uhr Fragen und Kummer loswerden. Mehr als 115 000 Anrufe wurden dort laut Träger bislang registriert.

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