Saures Kartoffelpüree im Betriebskindergarten : Rebellion gegen Klinik-Küchenchef

Ludwig Leu bereitet     Kartoffelpüree für die Waldorfschule vor.
Ludwig Leu bereitet Kartoffelpüree für die Waldorfschule vor.

Hintergrund sind mehrere Beschwerden über die angeblich mangelnde Qualität der Mahlzeiten. Zuständig für die Essensversorgung in den kreiseigenen Ruppiner Kliniken ist die Ruppiner Catering & Service GmbH (RCS), ein Tochterunternehmen des Krankenhauses.

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28. August 2014, 17:27 Uhr

Im Krankenhaus von Neuruppin ist ein Streit über die Essensversorgung entbrannt, der nun schon zum zweiten Mal vor dem Arbeitsgericht ausgefochten werden soll. Hintergrund sind mehrere Beschwerden über die angeblich mangelnde Qualität der Mahlzeiten.

Zuständig für die Essensversorgung in den kreiseigenen Ruppiner Kliniken ist die Ruppiner Catering & Service GmbH (RCS), ein Tochterunternehmen des Krankenhauses. Der dortige Küchenchef steht unter scharfer Kritik des RCS-Betriebsrates.

Erst am Dienstag soll saures Kartoffelpüree in den Betriebskindergarten geliefert worden sein, berichtet RCS-Betriebsratsvorsitzende Petra Scholz. Die Erzieherinnen hätten das Püree nach dem Vorkosten aus dem Verkehr gezogen. Tags zuvor hätten sie Plastikstücke im Essen gefunden.

„Einige Eltern erwägen sogar Anzeigen wegen Körperverletzung“, sagte Scholz. Im Fall des Pürees, das im gesamten Klinikum serviert wurde, war laut Kliniken-Sprecherin Verena Clasen ein sehr hoher Muskat-Anteil festgestellt und dies dem Hersteller umgehend mitgeteilt worden. Darüber hinaus sei das Essen aber nicht zu beanstanden gewesen.

Der Küchenchef ist bereits seit knapp drei Jahren bei der Catering-Firma beschäftigt. Zunächst war er über einen externen Dienstleister angestellt. Im März ist er von der RCS GmbH als Küchenchef eingestellt worden. Der Betriebsrat hatte der Anstellung widersprochen. Die Unternehmensleitung konnte die Einstellung jedoch am Arbeitsgericht erwirken. „Wir wollen gegen das Urteil vorgehen“, kündigte RCS-Betriebsratsvorsitzende Scholz jetzt an. Der Gang zum Landesarbeitsgericht sei bereits in Vorbereitung.

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