7. Elbekirchentag : Qualität der Elbe macht Hoffnung

Christen und Naturschützer trafen sich seit 2008 Aregelmäßig beim  Elbekirchentag.
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Christen und Naturschützer trafen sich seit 2008 Aregelmäßig beim Elbekirchentag.

Naturfreunde beraten über das Leben mit dem Fluss.

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14. Juli 2014, 23:23 Uhr

Umweltschützer und Kirchenvertreter haben einen verantwortungsvollen Hochwasserschutz an der Elbe sowie behutsamen Umgang mit dem Strom angemahnt. Anlass war der 7. Elbekirchentag am Wochenende in Magdeburg, der unter dem Motto „Wurzeln am Fluss“ mehr als 1000 Besucher anzog. „Der Elbeausbau mit Begradigungen und Vertiefungen ist keine tragfähige Zukunftslösung“, sagte Kirchensprecher Friedemann Kahl am Sonntag und verwies auf die Flutkatastrophe 2013.

Der Vorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund), Hubert Weiger forderte, dass Flüsse in Deutschland schleunigst mehr Platz durch Rückverlegungen von Deichen bekommen müssten. Zum ökologischen Hochwasserschutz gebe es keine Alternative. Nur so ließen sich schwere Folgen wie 2013 beim Deichbruch in Fischbeck verhindern.

Entlang der Elbe habe der Bund 35 000 Hektar als potenzielle Flächen für Deichrückverlegungen ausgemacht, sagte Weiger. „Allerdings sind bis jetzt nur 1400 Hektar realisiert worden.“

Dass eine Kehrtwende möglich sei, zeige die massiv gestiegen Wasserqualität der Elbe. In der Nachwendezeit habe sich der Fluss erholt. Auch wenn die Qualität heute noch nicht 1a sei, könne heute in der Elbe wieder gebadet werden, ergänzte Kahl.

Der ausrichtende Evangelische Kirchenkreis Magdeburg zeigte sich am Sonntag hochzufrieden mit der Resonanz. Der Kirchentag habe gezeigt, dass sehr viele Menschen für das Thema Hochwasserschutz sensibilisiert seien, erklärte Kahl.

Die Veranstaltung bringt seit dem Jahr 2008 jeweils an anderen Orten Christen entlang dem Fluss zwischen Dresden und Hamburg zusammen.

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