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Yelp : Polizeiautos mit US-Sirene

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

eben Blaulicht und Martinshorn sind einige Streifenwagen nun auch mit rotem Blitzlicht und einem extrem lauten Heulton ausgerüstet – ganz nach US-amerikanischem Vorbild.

Die Polizei in Brandenburg ist ab sofort mit neuen Einsatzfahrzeugen unterwegs. Neben Blaulicht und Martinshorn sind einige Streifenwagen nun auch mit rotem Blitzlicht und einem extrem lauten Heulton ausgerüstet – ganz nach US-amerikanischem Vorbild.

Der Heulton, auch Yelp (zu Deutsch: Jaulen) genannt, soll die Arbeit der Beamten sicherer machen. Kombiniert mit einem roten Blitzlicht soll er Autofahrern deutlicher als bisher zeigen, dass sie für eine Kontrolle anhalten müssen. Polizisten müssten Autos somit nicht mehr überholen, um sie anzuhalten, erläutert ein Sprecher des Polizeipräsidiums in Potsdam.

Bemerke ein Kraftfahrer die herkömmliche Leuchtschrift „Stop Polizei“ nicht, werde das Rotlicht zugeschaltet. „Hält der Verkehrsteilnehmer dann immer noch nicht an, kommt zusätzlich die neue Sirene zum Einsatz.“ Für die Einsatzfahrt zu einem Unfall- oder Tatort bleiben hingegen das klassische Martinshorn und das Blaulicht erhalten.

Die ersten zehn neuen Einsatzfahrzeuge des Typs Mercedes Benz Vito wurden jetzt an das Präsidium übergeben. Die Funkstreifenwagen sollen auf alle vier Polizeidirektionen verteilt werden.

Insgesamt verfügt Brandenburgs Polizei über rund 500 blau-weiße Funkstreifenwagen unterschiedlicher Größe. Die Transporter und Pkw sollen ab dem kommenden Jahr nach und nach durch neue Einsatzfahrzeuge mit der zusätzlichen Signaltechnik ersetzt werden.

Im Innenministerium geht man davon aus, dass der Fuhrpark in fünf Jahren komplett mit dem neuen akustischen und optischen Signal ausgestattet ist. Aus Kostengründen habe man auf eine Umrüstung der vorhandenen Fahrzeuge verzichtet.

Mit der Einführung der Technik passt sich Brandenburg bundeseinheitlichen Polizeistandards an. Seit August 2013 gibt es für die neuen Signale eine bundesweite Rechtsgrundlage. Die Innenministerkonferenz hatte einen ersten Beschluss dazu bereits im Jahr 2000 verabschiedet. Nun führen die Länder den „Yelp“-Ton nach und nach ein.

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