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Urteil gefällt : Mit Beil auf neuen Partner der Ex losgegangen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Für eine Beil-Attacke auf den neuen Partner seiner Ex-Freundin ist ein 30-Jähriger zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden.

Für eine Beil-Attacke auf den neuen Partner seiner Ex-Freundin ist ein 30-Jähriger zu viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann habe sich des versuchten Mordes und der gefährlichen Körperverletzung schuldig gemacht, entschied das Landgericht Cottbus gestern. Der Angeklagte soll zudem psychiatrisch behandelt werden.

Das teilte eine Gerichtssprecherin mit. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass er im Herbst 2014 mit einem Beil in das Schlafzimmer seiner früheren Freundin in Forst (Spree-Neiße) eindrang und den neuen Freund im Bett angriff und verletzte. Zunächst blieb offen, wann die Therapie beginnt und wie lange sie dauert. Der Angreifer habe aus Heimtücke gehandelt, urteilten die Richter.

Sie folgten dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Die Verteidigung hatte wegen gefährlicher Körperverletzung eine maximale Haftstrafe von zwei Jahren verlangt und eine Unterbringung ihres Mandanten in der Psychiatrie abgelehnt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Revision möglich.

Dem Urteil zufolge nahm der frühere Messe-Aufbauer einem Sohn der Ex-Freundin auf der Straße den Schlüssel ab, um in die Wohnung zu gelangen. Bei der Beil-Attacke wurden auch die Ex-Freundin und ihr Sohn verletzt.

Die Kammer habe berücksichtigt, dass der Angeklagte im Zustand verminderter Schuldfähigkeit gehandelt habe, sagte die Sprecherin.

Die Richter bescheinigten dem Mann eine Persönlichkeitsstörung. Während der Tat sei er nicht unerheblich alkoholisiert gewesen.

Der vorbestrafte Angeklagte hatte zugegeben, im Herbst 2014 mit einem Beil in die Wohnung seiner Ex-Freundin in Forst an der Grenze zu Polen eingedrungen zu sein. Eine Mordabsicht aber bestritt er. Er habe das 40 Zentimeter lange Beil zum Schutz mitgenommen, sagte er zum Prozessauftakt im Juni. „Ich war auf Konfrontation aus.“ Das Gericht ging allerdings von einem Tötungsvorsatz aus.

Die Beziehung zwischen dem Paar war 2013 zerbrochen. Der Angeklagte hatte danach zeitweise in Rostock gelebt.

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