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Wittstock : Minister besucht LAGA-Gelände

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wittstock will Teile der LAGA über Kredite finanzieren und Auswirkungenauf den normalen Haushalt vermeiden

svz.de von
erstellt am 08.Dez.2015 | 00:34 Uhr

Umwelt- und Agrarminister Jörg Vogelsänger (SPD) hat sich gestern erste Eindrücke vom Gelände der Landesgartenschau 2019 in Wittstock verschafft. Dabei standen der Friedrich-Ebert-Park, das Bahnhofsgelände, der Amtshof und die historische Stadtmauer im Vordergrund. „Die Voraussetzungen sind in Wittstock optimal“, so Vogelsänger. „Die vorgesehenen Areale können gut eingebunden und aufgewertet werden.“

Bürgermeister Jörg Gehrmann erläutert beim Rundgang Vogelsänger die Pläne. So gehe es darum, den Bahnhof instand zu setzen und dort nachhaltige Angebote zu etablieren, die über die Landesgartenschau 2019 hinaus gehen. Die Stadt hat daher weite Teile des Areals mit Lockschuppen und Hauptgebäude erworben.

In früheren Bahnlagerhallen soll die Hallenschau der LAGA untergebracht werden. Danach sollen die Räume Physiotherapie und Sport dienen. Außerdem will die Stadt Rad- und Wanderwege ausbauen, einen Park&Ride-Platz in Bahnhofsnähe errichten und über eine Brücke mit dem Bahnhof verbinden.

Eingebunden wird der Amtshof als Veranstaltungsort sowie viele Bereiche entlang der Stadtmauer zwischen Dosse und Glinze. „Das ist unser Zweistromland. Es eignet sich sehr gut, um die Schaugärten anzulegen, für Abenteuerspielplätze mit Wasserläufen aber auch als Weideland für die landwirtschaftliche Ausstellung“, so Gehrmann.

Unterwegs werden der Minister und der Bürgermeister mehrfach von Bürgern angesprochen, die sich auf die LAGA freuen und sich mit ihren Kleingärten einbringen wollen. „Es ist wichtig, dieses bürgerschaftliche Engagement aufzunehmen, wie das die Stadt bereits in ihrer Konzeption getan hat, wo sich viele Veranstaltungen mit Kleingärtnern wiederfinden“, sagt Vogelsänger.

Zu den größten Herausforderungen zählen Umgestaltung und Umbau der früheren Tuchfabrik. Dort sollen Schauhallen und Aussichtplattformen entstehen. „Im Anschluss werden die sanierten Gebäude als Schulen, Volkshochschule und Musikschule genutzt“, erläutert Gehrmann. Bernd Haase von der Wirtschaftsinitiative „Förderer der LAGA 2019“ in Wittstock erklärt, dass die Unternehmen der Stadt bereit stünden anzupacken, um Stadtverwaltung und Kommunalpolitik zu unterstützen.

„Wir haben ein sicheres Finanzierungskonzept“, sagt Gehrmann auf Nachfrage. Man rechne mit Fördermitteln aus dem europäischen EFRE- sowie dem Stadtumbauprogramm und werde den kommunalen Eigenanteil mit Krediten finanzieren. „Angesichts historisch niedriger Zinsen ist nach unserer Meinung der richtige Weg“, so der Bürgermeister. Damit werde der Etat der Stadt nicht übermäßig belastet und normale Aufgaben weiter aus dem ordentlichen Haushalt finanziert. Die Organisatoren erwarten rund 380 000 Besucher.

Die Kommunen, mit denen Wittstock im Stadt-Umland-Wettbewerb und bei der Entwicklung des kooperativen Mittelzentrums zusammenarbeite, müssten keine Sorgen haben, dass die Stadt den Löwenanteil der Fördergelder des Landes abschöpfen werde. „Es gibt separate Fonds, sodass andere Kommunen nicht benachteiligt werden“, sagt der Bürgermeister.

Am 18. Januar wird Prenzlau auf der Grünen Woche den Staffelstab der Landesgartenschau an Wittstock übergeben. Im Februar wollen die Stadtverordneten über die Gründung einer LAGA-GmbH befinden. Diese soll im April 2016 arbeitsfähig sein, Projekte erarbeiten und Ausschreibungen vorbereiten.  

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