zur Navigation springen

Gelände misst 35 000 Quadratmeter : Mehr Platz im Paradies

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bescheiden geht anders. Bei Tropical Islands setzt man lieber auf Superlativen.

svz.de von
erstellt am 24.Jul.2015 | 10:00 Uhr

Bescheiden geht anders. Bei Tropical Islands setzt man lieber auf Superlativen. Nicht nur, dass sich das Freizeitresort in einer der größten freitragenden Hallen der Welt befindet. Man verweist auch gern auf den größten Indoor-Regenwald und Deutschlands höchsten Wasserrutschenturm. Und auch auf dem Weg in die Zukunft gibt man sich im selbst ernannten Tropenparadies nicht mit Durchschnitt zufrieden. Wenn der neue Außenbereich fertig ist, wird sich Deutschlands längster künstlich geschaffener Wildwasserbach durch das Gelände schlängeln – 250 Meter soll der Strömungskanal messen und als besondere Attraktion auf dem künftigen Freiluftareal dienen.

Für das jüngste Großprojekt zur Erweiterung des Resorts im Spreewaldort Krausnick (Dahme-Spreewald) hat sich Geschäftsführer Jan Janssen einen ambitionierten Zeitplan verordnet. Im Juni war Baubeginn. Nun, einen Tag nach der feierlichen Grundsteinlegung, bleiben noch acht Monate bis zur geplanten Eröffnung. Sorgen um eine fristgerechte Einweihung müsse man sich aber nicht machen, meint der BER-pannengeplagte Landrat Stephan Loge (SPD). Er könne dem Unternehmen bescheinigen, dass es bisherige Bauprojekte immer fristgerecht fertiggestellt hat.


Weitere Ideen zum Thema Energieverbrauch


Während sich südlich der Halle Erdhaufen an Erdhaufen reiht, schwärmt Resort-Chef Janssen schon von den Zeiten, in denen „jedes Wetter Tropical-Islands-Wetter ist“. Denn auch wenn man sich mit den derzeit 1,2 Millionen Besuchern im Jahr recht zufrieden zeigt, ist doch insbesondere in den Sommermonaten noch deutlich Platz nach oben. Aus Unternehmersicht sind bislang noch zu viele Gäste schlichtweg auf der Flucht vor schlechtem Wetter. 6000 Besucher zählt das Resort an Top-Tagen, 1000 sind es an schwachen.

Von dem Außenbereich versprechen sich die Besitzer – ein malaysisches Konsortium – weiteren Aufschwung. Mehr als 35 000 Quadratmeter soll das Areal messen – eine Fläche so groß wie etwa fünf Fußballfelder. Geplant sind mehrere Pools, darunter einer, der das ganze Jahr wohlig warm sein soll, Liegewiesen mit Platz für 2500 Gäste, Sportanlagen und Restaurants.

Das Wasser aus den Pools und dem Wildwasserbach soll nachts abgelassen werden. Bagger haben bereits tiefe Gruben ausgehoben. Darin werden einmal die unterirdischen Wasserspeicher liegen. Die Idee dahinter: Mit dem Ablassen will man eine zu starke Abkühlung des Wassers verhindern.

Inzwischen gibt es weitere Ideen, wie der Energieverbrauch der Urlaubswelt gedrosselt werden kann. So schwebt den Managern zum Beispiel vor, die computergesteuerte Heizungsanlage an eine minutengenaue Wettervorhersage zu koppeln. Scheint die Sonne einige Stunden uneingeschränkt auf die riesige Solarfolie auf der Hallenhülle, kann die Heizung runtergefahren werden, ohne dass sich drinnen im Dome die tropische Temperatur absenkt. In zwei Jahren will er den Energieverbrauch um 20 Prozent gesenkt haben, kündigt Janssen an. Und das, obwohl die Freizeitanlage permanent wächst.

Mittlerweile stehen 1566 Betten bereit, das Angebot reicht vom Zelt bis zur Luxus-Lodge. Erst vor einigen Wochen wurden auf dem Campingplatz 60 neue Mobile Homes eingeweiht. Nun stehen dort 83 der luxuriösen Bungalows zur Verfügung. Im Moment sind die Häuser ausgebucht. Die Gäste kommen nicht nur aus Deutschland. Insbesondere bei Holländern, Belgiern, Österreichern, Tschechien, Polen und Skandinaviern ist die Urlaubswelt des Tropical Islands begehrt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen