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Landwirte laufen gegen Biber Sturm

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Tiere machen in der Ostprignitz Weiden unbrauchbar

svz.de von
erstellt am 17.Dez.2014 | 16:33 Uhr

Den Landwirten in Ostprignitz-Ruppin machen Biberpopulationen immer mehr Probleme. Die Großnager stauen durch ihre Burgen Wasserläufe an, die eigentlich dazu da sind, Wiesen zu entwässern. Durch ihre Bautätigkeit werden dann Wiesen überschwemmt, die dann nicht mehr beweidet werden können.

Der Wittstocker Werner Schaefer, ehemals Landwirt und Kreistagsabgeordneter des Kreisbauernverbandes, hat den Landkreis nun im jüngsten Landwirtschafts- und Umweltausschuss aufgefordert, den Dammbau der Nager einzudämmen – nötigenfalls, in dem die Tiere entfernt werden. „Wir haben das Problem insbesondere in Fretzdorf und Friedrichsgüte seit zwei, drei Jahren“, sagte er kürzlich dem RA. An beiden Orten gehen dadurch Weideflächen von etwa drei oder vier Hektar verloren.

Das Gras wurde durch die fortwährenden Überschwemmungen sauer und wird von den ausgetriebenen Vieh gemieden. „Man könnte es noch mulchen, aber nur mit besonderer Technik“, so Schaefer. Mit normaler Technik, mit der die meisten Agrarbetriebe ausgestattet sind, ist das aber nicht zu machen.


Land will Abschuss erlauben


„Da müssen wir dringend nach einer Lösung suchen“, sagte er. Bis spätestens kommendes Frühjahr setzt er darauf, dass Nägel mit Köpfen gemacht werden. Immerhin hat das Land in diesem Frühjahr eine neue Verordnung angeregt, wonach in Einzelfällen ein Abschuss erlaubt werden soll. Immerhin habe sich die Population des Tieres auf mittlerweile 3  000 Exemplare erholt. Wirklich Probleme macht der Nager aber vor allem im Oderbruch. Dort allein hat sich ein Drittel der märkischen Population ausgebreitet. Der Kreis hat am Montag auf unsere Nachfrage keine Stellungnahme abgeben können.

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