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Potsdam Now : Landeshauptstadt wird zum Laufsteg

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Aus der Redaktion des Prignitzers

„Potsdam Now“ heißt das neue Format der Berlin Fashion Week, das parallel zu den Schauen in der Hauptstadt läuft.

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Fast alles ist fertig, nur ein paar Knöpfe muss sie noch annähen. Christin Lau ist gut gerüstet für ihre Modenschau. Morgen Abend präsentiert die Potsdamer Designerin im Rahmen der ersten Fashion Week in der Landeshauptstadt ihre aktuelle Business-Linie. Die Teilnahme am großen Modezirkus ist auch für sie neu. Normalerweise zeigt sie ihre Kollektion zweimal im Jahr direkt vor ihrem Ladenatelier im Holländischen Viertel. Nun werden ihre Kleider auf dem Couture-Laufsteg beim Potsdamer Ableger der Berlin Fashion Week präsentiert. „Ich habe mich total gefreut, als ich gefragt wurde, ob ich mitmache,“ erzählt die 49-Jährige, die ihre Stücke in Kleinstserie in Berlin und Potsdam fertigen lässt.

„Potsdam Now“ heißt das neue Format der Berlin Fashion Week, das parallel zu den Schauen in der Hauptstadt läuft. Nachdem die Absage der beiden wichtigen Veranstaltungen Michalsky Stylenight und Bread&Butter einen herben Verlust für die Berlin Fashion Week bedeutete, setzen die Organisatoren ihre Hoffnung jetzt auf die Landeshauptstadt. „Das neue Format in Potsdam wird frische, spannende Features beitragen und neue Zielgruppen an den Laufsteg locken“, ist sich Veranstalter Karl-Rainer von der Ahé sicher.

Insgesamt finden zwölf Schauen an drei Tagen statt. Veranstaltungsort ist die klassische Schinkelhalle im Kultur- und Erlebnisquartier Schiffbauergasse. „Die Schiffbauergasse ist der perfekte Ort für diese Modenschau. Denn hier trifft Mode und Lifestyle auf eine lebendige Kunst- und Kulturszene“, freut sich Birgit-Katharine Seemann, Leiterin des Bereichs Kultur und Museum der Landeshauptstadt Potsdam. Die Veranstalter versprechen „Kollektionen, die auf besondere Weise hohe Schneiderkunst mit zeitgemäßer Interpretation verbinden.“ Gezeigt wird Mode aus Israel, Italien, Polen, Finnland und Deutschland. Der besondere Fokus liegt dabei auf Israel, das in dieser Saison Partnerland der Schau ist.

Eröffnet wird das Modespektakel von Hendrik Fischer, Staatssekretär im Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg, Beate Fernengel, Präsidentin der IHK Brandenburg, dem Botschafter des Staates, Israel Yakov Hadas-Handelsman, und Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs. Die darauf folgenden Schauen namhafter israelischer Marken wie Yaniv Persi und Efrat Kalig bilden gleichzeitig die erste Veranstaltung im Rahmen der Feierlichkeiten aus Anlass des 50. Jubiläums der diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.

Heute präsentieren Julia Starp aus Hamburg, die italienische Marke Stefanel sowie Stefan Reinberger aus Berlin und das „Enfant terrible“ der finnischen Mode Antti Asplund ihre Werke auf dem Laufsteg. Morgen zeigt der in Berlin lebende israelische Modemacher Merch Mashiah seine Abendkleider. Natasha Pavluchenko aus Polen bildet mit ihrer romantischen Couture den Abschluss.

Neben Christin Lau wird mit Marco Marcu ein weiterer Modemacher aus der Landeshauptstadt bei der „Potsdam Now“ vertreten sein. Marcu feiert in diesem Jahr das 15-jährige Bestehen seines Labels und hat daher für seine Show die Highlights seiner bisherigen Kollektionen zusammengestellt. Der gebürtige Rumäne hat schon mehrfach an der Berlin Fashion Week und anderen internationalen Modenschauen teilgenommen. Seinen Stil beschreibt er als „feminin und glamourös“. Er würde sich freuen, wenn sich die Fashion Week in Potsdam etabliert. Er würde sich wünschen, dass man die Stadt in Sachen Mode einmal als „das kleine Paris“ bezeichnen würde.

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