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Maßnahme gegen Rocker-Banden : Land geht Rockern an die Kutten

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Symbol und Schriftzug von Bandidos verboten / Auch andere Gruppen betroffen

Nach den Hells Angels dürfen auch die Rocker der Bandidos das Symbol ihres Clubs in Brandenburg künftig nicht mehr öffentlich zeigen. Mitglieder der Gruppierung müssten bei Verstößen mit Strafverfahren und Beschlagnahmung der Kleidungsstücke rechnen, teilten die Ministerien für Inneres und Justiz am Freitag in Potsdam mit.

Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) wertete das Verbot als wichtigen Schritt zur Bekämpfung der Rocker-Kriminalität. Die Mitglieder der Banden benutzten die Symbole dafür, andere Menschen einzuschüchtern: „Sie schrecken im Zweifel auch nicht davor zurück, ihre Machtansprüche mit Gewalt durchzusetzen.“ Bei dem Verbot geht es insbesondere um den roten „Bandidos“-Schriftzug auf gelbem Grund sowie um die mit Revolver und Machete bewaffnete Comic-Figur mit Mexikanerhut, die viele Rocker auf ihren Jacken tragen. Neben den Bandidos dürfen auch Mitglieder der Gruppen Chicanos, Diablos, X-Team, Gremium, Red Devils, Mongols, Schwarze Schar und Schwarze Jäger ihre Symbole nicht mehr zeigen.

Seit dem Juli gilt bereits das Verbot der Symbole und des Schriftzugs für alle Hells-Angels-Gruppen und Mitglieder. Die Polizei registrierte seitdem nach eigenen Angaben nur wenige Verstöße. Ob sich damit aber auch die Kriminalitätsrate der Banden senken lasse, ist laut eines Sprechers fraglich und könne zwei Monate nach der Anordnung noch nicht eingeschätzt werden. Es gehe vielmehr darum, Präsenz und Machtdemonstrationen durch die Rocker zu verhindern.

Laut Ministerien gab es 2013 knapp 400 registrierte Straftaten durch Angehörige von Rocker-Gruppen in Brandenburg. Dabei ging es vor allem um Drogen- und Waffenbesitz sowie um Körperverletzung und Erpressung.

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