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Klinikclowns : Lachen ist die beste Medizin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Sie sind in der Mark aktiv und sorgen für Lichtblicke. „In den Besuchen geht es darum den Menschen mit Musik, Poesie, Witz und Spiel zu begegnen“, schilderte Vereinssprecherin Nicola Streifler.

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erstellt am 29.Jan.2015 | 12:00 Uhr

Ihr Auftrittsort sind nicht Zirkusmanegen, sondern Krankenhäuser, Hospize oder Pflegeheime: Die Potsdamer Klinikclowns besuchen in Brandenburg junge und alte Menschen, die Aufmunterung nötig haben. „In den Besuchen geht es darum den Menschen mit Musik, Poesie, Witz und Spiel zu begegnen“, schilderte Vereinssprecherin Nicola Streifler. Insgesamt acht Clowns im Alter von Mitte 20 bis Mitte 50 sind unterwegs. Dabei besuchen sie regelmäßig sieben Einrichtungen.

Dazu gehören eine neurologische Rehaklinik für Kinder und Jugendliche sowie das Städtische Klinikum in Brandenburg/Havel ebenso wie zwei Seniorenheime in Werder (Potsdam-Mittelmark) oder eine Station für Palliativmedizin.

Den Verein Potsdamer Klinikclowns gibt es seit 2012. Streifler selbst besucht schon mehrere Jahre als Clown kranke und pflegebedürftige Menschen. Der Verein ist auf Spenden angewiesen. „Die Einrichtungen sollten unsere Besuche als ein Geschenk empfinden dürfen“, sagte die Sprecherin. Clowns in die Krankenhäuser zu bringen, kam vor etwa 15 Jahren nach Deutschland. Nach Angaben der Stiftung „Humor hilft heilen“ sind inzwischen rund 300 professionelle Komiker in Kliniken aktiv. Auch im Kreiskrankenhaus Prignitz ist dieser Ansatzpunkt seit langem ein Thema, wie Marketingsprecherin Jacqueline Braun mitteilt.

„Der Krankenhausalltag ist meist doch eher mit nicht fröhlichen Momenten verknüpft. Hier positive Momente zu schaffen, ob durch die Potsdamer Klinikclowns oder vergleichbare Angebote, ist dabei sehr förderlich“.

Beim Perleberger Klinikum hat man sich deshalb in der Vergangenheit sogar an den Kabarettisten, Arzt und Bestsellerautoren Dr. Eckart von Hirschhausen gewandt, der mit seiner Stiftung „Humor hilft heilen” seit 2008 genau jenes Konzept bedient. „Wir hätten auch Interesse daran, dass unser Personal dementsprechend geschult wird. Leider herrscht eine riesige Nachfrage“, so Braun.

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