Rekordkühe: : „Kuh-Bambi“ für Alma, Rosalie und Amalie

Preise für die Lebensleistung: Kuh Alma (v.l.) mit Pflegerin Nicole Vandrey, Kuh Rosalie mit der Golzower Tierproduktionschefin Corine Schmidt, und Kuh Amalie, gehalten von Pflegerin Giesela Karg, bei der Auszeichnung als 100 000-Liter-Kühe.
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Preise für die Lebensleistung: Kuh Alma (v.l.) mit Pflegerin Nicole Vandrey, Kuh Rosalie mit der Golzower Tierproduktionschefin Corine Schmidt, und Kuh Amalie, gehalten von Pflegerin Giesela Karg, bei der Auszeichnung als 100 000-Liter-Kühe.

Namen wollen verdient sein. Vor allem, wenn die Kuh unauffällig ist, täglich ihre Milch liefert und jahraus jahrein ihr Kälbchen. Amalie hat für die 100 000 Liter Milch, die sie in ihrem Leben bereits gegeben hat, am längsten gebraucht – 14 Jahre.

svz.de von
12. Dezember 2014, 08:00 Uhr

Die Tierzüchter der Landwirtschaft Golzow haben die Leistung von drei ihrer Milchkühe gefeiert: Alma, Rosalie und Amalie haben bisher 100  000 Liter Milch gegeben. Dafür gab es vom Rinderbesamungs- (RBB) und vom Rinderzuchtverband (RZB) Geschenke, quasi Bambis, für die Lebensleistung .

Namen wollen verdient sein. Vor allem, wenn die Kuh unauffällig ist, täglich ihre Milch liefert und jahraus jahrein ihr Kälbchen. Amalie hat für die 100  000 Liter Milch, die sie in ihrem Leben bereits gegeben hat, am längsten gebraucht. Im März 2000 als Tochter des RBB-Bullen Amadeus II. geworfen, hat die Kuh ihr Leben im Stall an der Genschmarer Straße zugebracht. Weideglück ist dort zwar nicht vorgesehen, aber eine Rundumpflege durch das Team von Gisela Karg. Zwölf Kälbchen hat sie dort geworfen und Jahr für Jahr rund 9000 Liter Milch gegeben. „Das ist zwar etwas weniger als bei anderen. Doch dafür ist Amalies Milch gehaltvoller als die der anderen“, weiß Gerd Brunckhorst vom Zuchtverband.

Amalies Stallkollegin Rosalie ist drei Jahre jünger. Sie hat dieses Jahr als 100. Kuh im Bereich des Rinderzuchtverbandes Brandenburg (RZB) die 100  000-Liter-Marke geschafft. Die Tochter des RBB-Bullen Ramos hat bisher acht Kälbchen geworfen und liefert rund 12  000 Liter Milch im Jahr. Derzeit steht sie trocken und wird im Februar ihr neuntes Kälbchen werfen.

Eine kleine Reise musste Alma in Kauf nehmen, um geehrt zu werden. Sie gehört zu den 500 Milchkühen der Sachsendorfer Stallanlage. Dort ist die Tochter des RBB-Bullen Aaron 2003 geboren. Sieben Kälbchen hat sie geworfen und gibt rund 12  000 Liter Milch im Jahr.

Die Tierpfleger der beiden Stallanlagen sind stolz darauf, dass es ihnen nun bereits zum zwölften Mal gelungen ist, Kühe mit einer solchen Lebensleistung zu halten, betonte Tierproduktionsleiterin Corine Schmidt. Gerd Brunckhorst vom Zuchtverband und Dagmar Ploke vom Rinderbesamungsverband gratulierten dem Team. Sie überreichten Urkunden für die Tierpfleger und für die Superkühe gab es warme Winterdecken.

Um die Tiere zu so einer Lebensleistung zu führen, müssen die Bedingungen stimmen. Das gesunde Futter, die tiermedizinische Betreuung, die die Gemeinschaftspraxis Scholz absichert, gehören ebenso dazu wie die genetischen Voraussetzungen durch die RBB-Bullen. Viel tragen jedoch auch die Tierpfleger bei. „Wir freuen uns, dass wir hier Lehrlinge ausbilden können, um unsere Erfahrung weitergeben zu können“, ergänzt Corine Schmidt.

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