Brandenburg : Kürbisanbau bleibt im Trend

Die größten Kürbisse mit mehreren Zentnern Gewicht wachsen in Gärten.
1 von 2
Die größten Kürbisse mit mehreren Zentnern Gewicht wachsen in Gärten.

Zuwachs bei Menge und Fläche auch im Land Brandenburg – Besonders die nicht essbaren Zierkürbisse boomen

svz.de von
30. September 2015, 11:28 Uhr

Die Beliebtheit des Gemüses ist ungebrochen: Herbstzeit ist immer mehr Kürbiszeit. Der Verwendung sind kaum Grenzen gesetzt.

In Deutschland essen immer mehr Menschen Kürbis. Brandenburg belegt beim Anbau bundesweit Rang sechs: Tendenz steigend. Die Ernte läuft.

In den 90-er Jahren hielt Halloween Einzug auch in Deutschland, damit wurde der Kürbis immer beliebter. Früchte werden ausgehöhlt und in die Schalen gruselige Masken geschnitzt. Das ballaststoffreiche Fruchtfleisch wird zu Speisen verarbeitet.

Die Hälfte der weltweit verbrauchten Menge kommt aus Asien. Bundesweit seien Kürbisse im Vorjahr auf rund 3230 Hektar angepflanzt worden, sagt Jochen Winkhoff von der Fachgruppe Gemüsebau im Zentralverband Gartenbau. Geerntet wurden knapp 70 000 Tonnen. An der Spitze liegt nach wie vor Bayern mit 776 Hektar. Brandenburg hat sich auf Platz 6 vorgearbeitet. Seit 2013 wurde die Fläche von 175 auf 225 Hektar vergrößert. Die Erträge wuchsen nach Angaben des Potsdamer Agrarministeriums von 3008 Tonnen (2013) auf 3990 Tonnen (2014). Der Verbrauch je Haushalt nahm von 390 Gramm (2010) auf 653 Gramm im Jahr zu.

Ursprünglich stammt der Gartenkürbis aus den USA und Mexiko. Weltweit gibt es 850 Arten von murmelgroß bis zu mehreren Zentnern schwer. Vertreten ist eine große Farbpalette von hell bis zu tiefem Rotbraun. Mal ist die Schale mit Warzen übersät, dann wieder glatt und eben. Bei den Formen sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Einige sind kugelrund, andere sind eiförmig oder sehen aus wie Flaschen.

Die Pflanzen sind einjährig und werden aus Samen gezogen. Im Profi-Anbau kommen Jungpflanzen in den Boden. Sie brauchen während des Wachstums Pflege: Unkraut muss gejätet werden. Wichtig ist regelmäßige Bewässerung.

Kürbisse werden wegen der Inhaltsstoffe auch als Arzneimittel eingesetzt. Meist werden sie aber verspeist. Besonders beliebt sind die Sorten Muskat, Hokkaido, Butternut oder Steirischer Ölkürbis. In der Lausitz werden sie süß-sauer eingelegt. Für den besonderen Geschmack sorgen eine Zimtstange und Nelken.

Beliebt ist Kürbissuppe: püriert, mit Ingwer, Orangen oder Mangos. Das Gemüse kommt auch gebraten oder gegrillt auf den Tisch. Selbst bei neuen Speiseeiskreationen spielt er eine Rolle. Die Kerne werden zu Öl gepresst oder geröstet und als Knabberei angeboten.

„Im Kommen sind nicht essbare Zierkürbisse, die zur Dekoration eingesetzt werden“, sagt Experte Winkhoff. „Je ausgefallener, desto beliebter beim Kunden.“ Die Nachfrage steige ständig.

Zum beliebten Freizeitspaß hat sich das Heranziehen gigantischer Exemplare im heimischen Garten entwickelt. Dabei wetteifern die Hobbygärtner um Ehrungen. Sieger der diesjährigen Kürbiswiege-Meisterschaft auf dem Spargelhof Klaistow (Potsdam-Mittelmark) wurde der 24-jährige Sebastian Lüders aus der Prignitz. Sein Exemplar wog 709 Kilogramm. Bei der Deutschen Meisterschaft in Ludwigsburg in Baden-Württemberg brachte 2014 der Siegerkürbis 793,5 Kilo auf die Waage.

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen