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Erstaufnahmeeinrichtung : Kapazität wird auf 3000 ausgebaut

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Kapazität der brandenburgischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt wird samt Außenstellen bis zum Ende des Jahres auf 3000 Plätze in diesem Jahr erweitert.

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Die Kapazität der brandenburgischen Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Eisenhüttenstadt wird samt Außenstellen bis zum Ende des Jahres auf 3000 Plätze in diesem Jahr erweitert. Das erklärte Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) gestern im Innenausschuss des Landes.

Zurzeit ist geplant, in Frankfurt (Oder) zwei kleinere Außenstellen mit zusammen bis zu 200 Plätzen einzurichten. Darüber hinaus führt das Innenministerium Gespräche über die Schaffung einer weiteren Einrichtung. Mit der Stadt Cottbus sei man in der Findungsphase, um dort mehrere Gebäude für insgesamt 400 Flüchtlinge zu nutzen. Eine ehemalige Kaserne in Doberlug-Kirchhain (Elbe-Elster) hält das Ministerium für sehr geeignet. Demnächst sollen die Gespräche mit den Anwohnern beginnen. Laut Schröter muss noch ein Küchentrakt erneuert und die Wärmeversorgung geklärt werden. Im Sommer könnte mit der Belegung begonnen werden. Schrittweise soll die Kapazität dort auf 800 Plätzen ausgeweitet werden. Auch die Ende 2014 in Betrieb genommene Außenstelle in Ferch wird auf insgesamt 280 Plätze erweitert. Allerdings wird das ehemalige Wohnheim nicht dauerhaft zur Verfügung stehen. Der Innenminister erläuterte, dass die Flüchtlinge in diesem Jahr wahrscheinlich längere Zeit in der Erstaufnahmeeinrichtung bleiben werden. Viele Landkreise hätten noch keine verabschiedeten Haushalte und könnten somit die geplanten Investitionen für Unterkünfte nicht gleich zu Beginn des Jahres in Angriff nehmen.


Keine genauen Zahlen zur Entwicklung


Laut Schröter werden von den durch die Bundesregierung für zwei Jahre bereitgestellten 30 Millionen Euro 22 Millionen direkt an die Kreise und kreisfreien Städte weitergereicht. Die restlichen acht Millionen Euro sollen dafür verwendet werden, im Klinikum Eisenhüttenstadt ein zusätzliches Gebäude zu sanieren und auszustatten. Das Krankenhaus befinde sich am Rande seiner Kapazitätsgrenzen und brauche neue Möglichkeiten, um neben der Erstuntersuchung von Flüchtlingen diese auch stationär behandeln zu können, erläuterte Schröter.

Das Innenministerium sieht sich momentan außerstande, eine Prognose über die Entwicklung der Flüchtlingszahlen abzugeben. Schröter verwies darauf, dass im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres knapp 2000 Menschen nach Brandenburg kamen. Im zweiten Halbjahr waren es dagegen mehr als doppelt so viele. Die absolute Zahl für 2014 wird mit 6315 angegeben. Falls sich dieser Trend bestätigt, werde man für 2016 nach weiteren Außenstellen für die Eisenhüttenstädter Einrichtung suchen müssen, kündigte der Minister an.

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