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Nach Messer-Attacke : Jugendlicher ins Heim eingewiesen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Nach der lebensgefährlichen Messer-Attacke auf einen Brasilianer in Neuruppin ist ein Tatverdächtiger in einem Jugendheim untergebracht worden. Damit sei die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen eine Haftentscheidung erfolgreich gewesen.

Nach der lebensgefährlichen Messer-Attacke auf einen Brasilianer in Neuruppin ist ein Tatverdächtiger in einem Jugendheim untergebracht worden. Damit sei die Beschwerde der Staatsanwaltschaft gegen eine Haftentscheidung erfolgreich gewesen, bestätigte ein Behördensprecherin gestern Berichte der Zeitungen „Bild“ und „B.Z.“ .

Zunächst war der 16-Jährige auf freiem Fuß geblieben. Gemeinsam mit einem 15-jährigen Freund soll er das Opfer in dessen Wohnung am Sonntag niedergestochen haben. Der Brasilianer war blutüberströmt auf der Flucht vor den Tätern durch die Stadt gelaufen.

Ein fremdenfeindliches Tatmotiv schließen die Behörden aus. Nach ihren Erkenntnissen kennen sich Opfer und Täter. Sie sollen mehrfach zusammen gefeiert haben. Am Tattag soll es in der Wohnung des Opfers zum Streit gekommen sein. Die Hintergründe bleiben jedoch rätselhaft.

Die beiden Beschuldigten äußern sich nicht, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. So lange dies so sei könne sie wenig zum Stand der Ermittlungen sagen. Der 16-Jährige gilt jedoch als Haupttäter. Er soll zugestochen haben. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm ein versuchtes Tötungsdelikt vor.

Nach der Beschwerde sah auch das Gericht ausreichende Haftgründe und ordnete die einstweilige Unterbringung in dem Heim an, was nach dem Jugendgerichtsgesetz möglich ist.

Im Fall des jüngeren Freundes gebe es keinen Haftgrund, so die Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Das Opfer ist nach einer Notoperation außer Lebensgefahr. Der 35-Jährige spielt beim SV Altlüdersdorf in Gransee (Oberhavel) Fußball. Der Verein zeigte sich nach der Tat bestürzt und sagte seiner Familie Unterstützung zu.

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