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Feldhasen in der Mark : Jäger helfen mit Hasen-Apotheken

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Zahl der Hasen in Brandenburg ist stabil, jedoch auf niedrigem Niveau.

In Brandenburg gibt es trotz einer wachsenden Population noch immer deutlich weniger Feldhasen als im bundesweiten Durchschnitt. Das Thünen-Institut für Waldökosysteme zählte sieben Hasen pro Quadratkilometer, deutschlandweit waren es durchschnittlich elf. „Das Positive ist: Die Bestände sind endlich stabil“, sagte Grit Greiser vom Thünen-Institut.

Die braunen Tiere mit den langen Ohren haben es in der Mark aber nach wie vor schwer. „Vor allem die großflächige Landwirtschaft macht ihnen zu schaffen“, sagte Greiser. Die riesigen Felder ohne Abwechslung – ein Erbe der DDR – seien für die Hasen sehr ungünstig.

„Es gibt kaum Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten.“ Gefahr droht den scheuen Tieren von Räubern aus der Luft und am Boden. Einheimische Raubtiere wie Fuchs, Dachs und Iltis schnappen gerne zu. „In letzter Zeit kommen auch eingewanderte Raubtiere dazu wie Marderhund oder Waschbär, die erst durch den Menschen nach Brandenburg kamen“, erklärte Greiser. „Viele Jäger sind sehr fleißig und tun in ihren Revieren allerhand“, sagte die Expertin zu den Bemühungen, den Hasen das Leben zu erleichtern. So legten die Jäger beispielsweise Blühstreifen an, auf denen gesunde Wildkräuter blühen – auch Hasenapotheken genannt. Und der Feldhase - von Natur aus ein sehr naschhaftes Tier – nehme die Offerte dankend an.

Gejagt wird der Feldhase in Brandenburg so gut wie gar nicht mehr. Auch nicht in den Hasenhochburgen um Barnim und im Havelland. Die meisten Hasen sterben auf der Landstraße – gerade im Frühling, wenn sie in der Dämmerung in das grelle Scheinwerferlicht der Autos geraten. Aus Angst vor der Dunkelheit verharren sie dann am Fleck und trauen sich nicht, den rettenden Haken zu schlagen.

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