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Körperverletzung : Haasenburg: Prozess gegen Erzieher

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mann soll Zögling dreimal ins Gesicht geschlagen haben / Angesetzter Prozess vertagt

Mehr als ein Jahr nach Schließung der Brandenburger Haasenburg-Heime muss sich im März ein ehemaliger Erzieher wegen Körperverletzung vor Gericht verantworten. Dem Mann werde vorgeworfen, einem Zögling dreimal ins Gesicht geschlagen zu haben, sagte der Sprecher des Amtsgerichts Lübben (Dahme-Spreewald), Holger Staudler, gestern. Der zunächst für Dienstag geplante Prozess sei auf den 24. März vertagt worden. Weitere Einzelheiten sollen in zwei Wochen vom Gericht veröffentlicht werden.

Der Haasenburg GmbH war nach Misshandlungsvorwürfen im Dezember 2013 vom Potsdamer Bildungsministerium die Betriebserlaubnis entzogen worden. In ihren drei Brandenburger Heimen hatten Jugendämter aus ganz Deutschland Kinder und Jugendliche untergebracht. Die Staatsanwaltschaft Cottbus prüft in mehr als 50 Verfahren Vorwürfe gegen Erzieher und Betreiber wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen und Körperverletzung. Der Betreiber weist die Vorwürfe zurück und wehrt sich juristisch dagegen. Allerdings hat das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg die Entscheidung des Ministeriums im Eilverfahren bestätigt. Das Widerspruchsverfahren gegen die Schließung werde in der kommenden Woche abgeschlossen, sagte ein Ministeriumssprecher.

In der vergangenen Woche war ein ehemaliger Erzieher der Haasenburg wegen sexuellen Missbrauchs einer damals 15-Jährigen zu einer Bewährungsstrafe von eineinhalb Jahren verurteilt worden.

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