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Reliquie : Haar des Papstes im Altar

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Am Wochenende legte der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, ein Haar des mittlerweile heiliggesprochenen katholischen Kirchenoberhaupts in den neu errichteten Altar der katholischen Stiftskirche von Neuzelle.

Auch in Brandenburg gibt es nun eine Reliquie des verstorbenen Papstes Johannes Paul II.: Am Wochenende legte der katholische Bischof von Görlitz, Wolfgang Ipolt, ein Haar des mittlerweile heiliggesprochenen katholischen Kirchenoberhaupts in den neu errichteten Altar der katholischen Stiftskirche von Neuzelle.

„Als Christen treten wir immer ein in eine Glaubensgeschichte, zu der vor allem die Heiligen gehören“, sagte Ipolt während der Altarweihe. Darum würden Reliquien in jeden Altar eingeschlossen. „Unsere Generation weiß, was sie diesem Papst zu verdanken hat“, so der Theologe. „Die Reliquie ist außerdem ein Hinweis auf die Nähe zu unseren polnischen Nachbarn, die hier in Neuzelle greifbar ist.“ Künftig solle in der Klosterkirche an jedem 22. Oktober, dem Gedenktag des heiligen Papstes eine besondere Messe gefeiert werden.

Die barocke Stiftskirche von Neuzelle ist die einzige Wallfahrtskirche des katholischen Bistums Görlitz, zu dem zwischen der tschechischen Grenze im Süden und Eisenhüttenstadt im Norden rund 28 000 Katholiken gehören. Der aus Indien stammende und im italienischen Carrara und in Dresden bearbeitete Marmoraltar beendet ein über 50-jähriges Provisorium: Seit das Zweite Vatikanische Konzil festlegte, dass in katholischen Kirchen die Messe an freistehenden Altären gefeiert werden soll, und der Priester der Gemeinde das Gesicht zuwandte, fehlte der Neuzeller Kirche ein entsprechender Opfertisch.

Am Rande der Altarweihe forderte der katholische Lausitzbischof die Gläubigen ferner zum Gebet für den Frieden im Nahen Osten und der Ukraine auf.

„Die Auseinandersetzungen in der Ukraine spitzen sich weiter zu; Christen werden im Nordirak verfolgt und vertrieben; die Spannungen zwischen Israel und Palästina haben Leid für viele Menschen zur Folge; die Situation in Syrien hat sich ebenfalls kaum verändert“, so Ipolt.

Christen vertrauten immer der Kraft des Gebetes und nie der Macht der Waffen. „Setzen wir deshalb ein Zeichen unserer Friedfertigkeit!“


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