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Getötete 2-Jährige: : Geschlagen, geschüttelt, zu Boden geworfen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die 27-Jährige steht seit gestern gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten in Frankfurt (Oder) vor dem Landgericht. Dem 25 Jahre alten Mann wirft die Anklage Mord vor. Er soll das Kind im Dezember 2013 in der gemeinsamen Wohnung in Strausberg misshandelt haben.

Nach dem Tod ihrer knapp zwei Jahre alten Tochter hat die Mutter vor Gericht die letzten qualvollen Stunden des Kindes beschrieben. Die 27-Jährige steht seit gestern gemeinsam mit ihrem Lebensgefährten in Frankfurt (Oder) vor dem Landgericht.

Dem 25 Jahre alten Mann wirft die Anklage Mord vor. Er soll das Kind im Dezember 2013 in der gemeinsamen Wohnung in Strausberg misshandelt haben. Auch eine Notoperation in der Berliner Charité konnte die Kleine nicht retten. Der 25-Jährige befindet sich in Untersuchungshaft. Der Mutter wird vorgeworfen, nicht eingeschritten zu sein oder Hilfe geholt zu haben. Zum Prozessautakt wehrte sich die 27-Jährige gegen diesen Vorwurf.

Sie habe ihren Partner angebettelt, dass er aufhöre, so die Angeklagte. Doch er habe ihre Tochter geschlagen, geschüttelt und kopfüber auf den Boden fallen lassen. Nach Schilderung der Mutter sollen die Misshandlungen mehrere Stunden gedauert haben.

Erst am nächsten Morgen fuhr das Paar mit dem Mädchen zum Krankenhaus in Rüdersdorf (Märkisch-Oderland). Wegen seiner schweren Kopfverletzungen wurde es dann in die Berliner Charité gebracht. Aber auch dort konnten die Ärzte das Kind nicht mehr retten. Es starb drei Tage später.


Nachbarn alarmierten die Polizei


Die angeklagte Frau hat bereits zwei Kinder, die 2005 und 2009 geboren wurden. Das Ältere wurde laut Behörden im Heim untergebracht, das Jüngere lebt bei seinem Vater. Dieser war auch der leibliche Vater des getöteten Mädchens. Er ist im Prozess Nebenkläger. Das Jugendamt hatte die Familie vor der Tat betreut.

Nachbarn hatten laut Staatsanwaltschaft die Polizei informiert, dass der nun angeklagte Mann das kleine Mädchen die Treppe hinaufgezerrt und geschlagen hatte. Die Beamten schalteten daraufhin das Jugendamt ein. Ob der 25-Jährige im Prozess aussagt, war nach Angaben einer Gerichtssprecherin zunächst unklar. Die Verhandlung soll am 2. September mit der Vernehmung von Zeugen fortgesetzt werden. Insgesamt sind acht Prozesstage geplant. Ein Urteil könnte demnach am 1. Oktober gesprochen werden.

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