Strenge Auflagen für die Uckermark : Geflügelpest hat Konsequenzen für die Prignitz

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Auch in der Prignitz sind alle Halter aufgerufen darauf zu achten, dass Futter, Wasser und Streu nicht für Wildvögel zugänglich sind.

svz.de von
07. November 2014, 22:00 Uhr

Der Ausbruch des gefährlichen Geflügelpesterregers H5N8 in Mecklenburg-Vorpommern hat nun auch Auswirkungen auf die Geflügelhalter in der Region. Auch in der Prignitz sind alle Halter aufgerufen darauf zu achten, dass Futter, Wasser und Streu nicht für Wildvögel zugänglich sind, wie Amtstierärztin Dr. Sabine Kramer mitteilte.

„Wir werden keine Aufstallungsauflagen anordnen, da wir hier keine Risikogebiete haben. Jedoch bitten wir alle Geflügelhalter, die seuchenhygienischen Maßnahmen einzuhalten“, so die Sachbereichsleiterin für Veterinäraufsicht im Landkreis. Zudem sollte darauf geachtet werden, ob es gesundheitliche Probleme oder erhöhte Verluste im Bestand gäbe. In diesem Fall sollte sich sofort an das Veterinäramt gewendet werden.

Derweil werden in ganz Brandenburg Vorkehrungen getroffen, die ein Ausbreiten der Seuche verhindern sollen.

In der gesamten Uckermark müssen einer Mitteilung der Kreisverwaltung zufolge ab Sonntag freilebende Tiere in Ställen oder unter einer Überdachung gehalten werden, die gegen das Eindringen von Wildvögeln schützt. Sie stehen laut Tierärzten im Verdacht, die Seuche eingeschleppt zu haben, was das Landesumweltamt allerdings anders sieht.

Zugleich werden Tierhalter aufgefordert, ihren Bestand an Geflügel an das zuständige Veterinäramt zu melden. Landwirte, deren Tiere sich in den Dörfern Wismar und Hansfelde befinden, dürfen weder Frischfleisch von Geflügel und Federwild, noch Nebenprodukte in den Verkehr bringen. Die Erkrankung war in einer Putenmastanlage in Heinrichswalde ausgebrochen. 2000 Tiere sind dort am hochansteckenden Virus H5N8 gestorben, weitere 30 000 Tiere wurden getötet.

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