zur Navigation springen

Medizinischen Hochschule Brandenburg : Frauen sind in der Überzahl

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Mit einem Festakt am 10. April wird der Universitätsbetrieb der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) „Theodor Fontane“ eröffnet.

svz.de von
erstellt am 10.Feb.2015 | 13:45 Uhr

Mit einem Festakt am 10. April wird der Universitätsbetrieb der Medizinischen Hochschule Brandenburg (MHB) „Theodor Fontane“ eröffnet. In der Pfarrkirche von Neuruppin wird auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) erwartet.

46 neue Medizinstudenten werden sich bei dem Festakt immatrikulieren. Gefunden sind sie schon: Das Bewerbungsverfahren ist abgeschlossen. Laut MHB-Dekan Dieter Nürnberger sollen die Studenten, die einen Platz erhalten, heute über die Vergabe informiert werden. 192 der rund 450 Interessenten waren zu einer Bewerbungsrunde eingeladen worden. „Wir hatten einen sehr guten Eindruck von den Bewerbern“, sagte Nürnberg gestern. Nun sei man sicher, „die besten und motiviertesten Studierenden gefunden“ zu haben. Etwa ein Viertel stammt aus Brandenburg. Das Verhältnis zwischen Frauen und Männern liegt laut Dekan bei fast ausgewogenen 60 zu 40.

Gesucht werden aber noch Interessenten für den Lehrgang der Psychologie. Auch dort stehen 42 Studienplätze zur Verfügung stehen. „Die Zahl, mit der wir kalkuliert haben, ist aber noch nicht ausgeschöpft“, weist Nürnberg darauf hin, dass es bislang zu wenig wirklich geeignete Bewerber gab.


Wichtig ist vor allem die Motivation


„Aber es ist wie beim Medizinstudiengang damit zu rechnen, dass die meisten Bewerbungen kurz vor Schluss einlaufen“, so Nürnberg. Bewerbungsschluss ist Ende dieser Woche. Ende Februar gibt es Auswahlgespräche. Der dreijährige Psychologie-Studiengang kostet knapp 25  000 Euro und könnte über Stipendien abgedeckt werden.

Wer ein Medizinstudium aufnehmen will, muss zwar keinen Numerus Clausus aufweisen, aber in Gesprächen vor allem seine Motivation erläutern – insbesondere seine Absicht, auch in Brandenburg an Krankenhäusern zu arbeiten. Tun die Absolventen des Medizinstudiengangs das, erstatten die Kliniken, bei denen sie anfangen, einen Großteil der Kosten des gebührenpflichtigen Studiums.

Auch bei den Professoren ist die MHB noch auf der Suche. 20 der rund 35 geplanten Stellen sind besetzt, erklärte Nürnberg. Das Verfahren einer Einstellung ist, zum Beispiel wegen internationaler Ausschreibung, langwieriger. Sollten Stellen bis zum Start unbesetzt sein, wird der Universitätsbetrieb „durch Lehraufträge gewährleistet“, sagte Nürnberg.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen