„Wir können an allen Standorten eröffnen“ : Fast 60 000 Buga-Einzeltickets verkauft

An den fünf Buga-Standorten sind die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen.

Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 1,5 Millionen Besuchern.

svz.de von
09. April 2015, 10:02 Uhr

Zehn Tage vor Eröffnung der Bundesgartenschau im Havelland haben die Veranstalter bislang 13  400 Dauerkarten und 58  000 Einzelkarten für die vom 18. April bis 11. Oktober andauernde Blumenschau verkauft. Das sagte die Oberbürgermeisterin der gastgebenden Havelstadt Brandenburg, Dietlind Tiemann (CDU), gestern in Potsdam. An den fünf Standorten der Gartenschau seien die Vorbereitungen so gut wie abgeschlossen. „Wir können an allen Standorten eröffnen“, so Tiemann.

Insgesamt rechnen die Veranstalter mit rund 1,5 Millionen Besuchern. Da eine Einzelkarte zum Besuch aller fünf Buga-Standorte berechtige, würden insgesamt 4,5 Millionen Besuche erwartet. Mit jeweils 1,5 Millionen Besuchern rechnen die Veranstalter dabei in Brandenburg und Rathenow, mit 750  000 in Havelberg, der Rest soll sich auf die kleineren Standorte in Premnitz und Stölln verteilen.

Dabei wird die Buga deutlich teurer, als ursprünglich geplant: Während man vor einiger Zeit noch mit 26 Millionen Euro Durchführungskosten kalkulierte, schlägt der Betrieb der fünf insgesamt 53 Hektar großen Parkanlagen nun mit 35 Millionen Euro zu Buche. Dazu kommen rund 76 Millionen Euro, die das Land Brandenburg in die Infrastruktur der Region, etwa eine Sanierung des Hauptbahnhofs von Brandenburg (Havel) und dessen Umfeld investierte. „Das hätten wir aber auch ohne Buga gemacht“, schränkte Tiemann ein.

Ursache für die Kostensteigerung sei auch die Einführung des gesetzlichen Mindestlohns: Die von Fremdfirmen erbrachte Bewachung des Buga-Geländes verteuere sich dadurch. Wirtschaftsstaatssekretär Hendrik Fischer würdigte die Gartenschau als erste bewusst dezentrale Buga, die fünf Standorte entlang der Havel verbinde. „Das ist eine besondere Herausforderung, brigt aber auch große Chancen für den Tourismus“, so Fischer. „Denn mit der Verteilung über mehrere Standorte bietet diese Buga den Anreiz für mehrtätige Reisen oder mehrmalige Besuche.“ Nach Angaben von Buga-Marketingchef Matthias Ulrich habe sich die große Mehrzahl der Reiseveranstalter, die die Gartenschau in ihrem Programm haben, für mehrtägige Fahrten entschieden. Sogar Flusskreuzfahrten auf der Havel würden angeboten.

Benjamin Lassiwe
 

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