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Keine Kuschelpädagogik : Fast 300 Menschen von Hunden gebissen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auch Dackel attackieren Brandenburger / Experte warnt vor Kuschelpädagogik

292 Menschen sind in Brandenburg im vergangenen Jahr von Hunden gebissen und verletzt worden. Wie aus der Beißstatistik des Innenministeriums in Potsdam hervorgeht, gehörten zu den Vierbeinern, die am häufigsten zuschnappten, Deutsche Schäferhunde (41), Labrador Retriever (19) und Dackel (11) sowie Mischlinge (48), deren Rasse nicht festgestellt werden konnte.

Viel Aufsehen erregte im Januar 2013 ein Fall in Cottbus. Dort wurden zwei Rottweiler erschossen, nachdem sie eine 75 Jahre alte Frau, deren kleines Hündchen und zwei Polizisten angefallen hatten. Die Beamten erschossen die aggressiven Tiere.

Alles in allem hatten Herrchen und Frauchen ihre Lieblinge aber wieder etwas besser im Griff. Das zeigt ein Blick auf die vorangegangenen Jahre: So gab es 2012 laut Innenministerium noch 323 Attacken auf Menschen, im Jahr davor waren es 302.

Wenn Hunde untereinander ins Beißen geraten, kann das auch tragisch enden. So wurden 21 Vierbeiner im Jahr 2013 von ihren Artgenossen totgebissen, wie das Ministerium mitteilte. Auch hier fiel der Deutsche Schäferhund mit neun tödlichen Attacken besonders auf. Das liegt aber auch daran, dass der kluge Hund mit den stehenden Ohren in der Mark nach wie vor enorm beliebt ist. Die Statistiker zählten hierzulande rund 23 000 Deutsche Schäferhunde.

Was der Vierbeiner auch anstellt, am Ende steht immer das Herrchen in der Pflicht. „Auf die Erziehung des Hundes kommt es an. Da kann man viel falsch machen“, sagte Heiko Anton vom Internationalen Hunde Verband. Egal ob Dackel oder Dogge – jeder Hund brauche klare Regeln. Fehlten die, dann reagiere das Tier mit Stress und beiße auch mal zu. In dieser Hinsicht sei eine strenge Hand besser als gut gemeinte Kuschelpädagogik, mahnte der Fachmann.

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