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Spinner-Kampf: : Die Hubschrauber kreisen wieder

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit 2002 massiv in Brandenburg aus. Unter dem Schädling leiden nicht nur Eichen, die Brennhaare der Raupen verursachen auch bei vielen Menschen Hautreizungen.

svz.de von
erstellt am 05.Mai.2015 | 22:00 Uhr

In Brandenburg hat die neuerliche Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners per Hubschrauber begonnen. In den kommenden Wochen sollen die Raupen des Schädlings wieder mit dem Biozid „Dipel ES“ aus der Luft besprüht werden, berichtete Michael Kopka vom Landesbetrieb Forst gestern. Die Pflanzenschutzeinsätze seien für etwa 1300 Hektar Wald geplant. Im vergangenen Jahr waren knapp 1400 Hektar behandelt worden.

Vor allem im Nordwesten des Landes sind auch in diesem Jahr Eichenwälder durch starken Fraß des Eichenprozessionsspinners gefährdet. Aktuell würden Waldflächen im Havelland überflogen, berichtete Kopka. Im Anschluss soll der Schädling auch in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz bekämpft werden.

In allen anderen Kreisen und Städten sei wohl nur in Ausnahmefällen mit größeren Populationen des Spinners zu rechnen. Dort könnten die Kommunen einzelne Bäume in Eigenregie vom Boden aus besprühen.


Naturschützer kritisieren großflächiges Sprühen


Der Eichenprozessionsspinner breitet sich seit 2002 massiv in Brandenburg aus. Unter dem Schädling leiden nicht nur Eichen, die Brennhaare der Raupen verursachen auch bei vielen Menschen Hautreizungen. Die Bekämpfung begann im Mai 2013 nach der Zulassung von „Dipel ES“. Naturschützer kritisieren das großflächige Sprühen mit Gift. Sie sehen dadurch andere Tierarten wie bestimmte Schmetterlinge bedroht.

In der Prignitz hingegen entscheidet der Landkreis erst in den kommenden Tagen, wann mit der Sprühaktion genau begonnen werden soll. Forstwirte hatten im Frühjahr konsequente Bekämpfung gefordert weil sie verminderte Holzqualität und Umsatzeinbußen befürchten. Natuschützer hielten dagegen, der Spinner sei eine einheimische Art und dürfe nicht wahllos bekämpft werden.

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