Ab ins kühle Nass! : Die Gewässer sind sauber

Allen märkischen Badegewässern wird eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt
Allen märkischen Badegewässern wird eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt

Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherschutzministerium nach einer Überprüfung aller 251 ausgewiesenen Badestellen im Land durch die jeweiligen Gesundheitsämter

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05. August 2015, 22:00 Uhr

Brandenburgs Gewässer garantieren ungetrübten Badespaß. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbraucherschutzministerium nach einer Überprüfung aller 251 ausgewiesenen Badestellen im Land durch die jeweiligen Gesundheitsämter. Wie das Ministerium gestern mitteilte, wird allen Badegewässern nach dieser Kontrolle eine gute bis ausgezeichnete Wasserqualität bescheinigt – mit einer normalen Algenbelastung, die in den Vorjahren weitaus höher gewesen sei.

In den nährstoffhaltigen Havelgewässern rechnet die Stadt Potsdam in den nächsten Tagen durch die ansteigenden Temperaturen mit einem verstärkten Algenwachstum. Was die Gefahr mit sich bringt, dass diese Toxine bilden, die bei Körperkontakt mit empfindlichen Personen allergische Reaktionen hervorrufen können. „Diese gehen unter Umständen mit Übelkeit, Erbrechen, Hautreizungen und anderen somatischen Symptomen einher“, warnt die Pressestelle der Landeshauptstadt und kündigt an, in diesem Fall Hinweistafeln an den betroffenen Badestellen aufzustellen. Besonders anfällig auf die den Algen anhaftenden Cyanobakterien seien Kleinkinder, weil sie oft im Uferbereich spielen und dort auch Wasser verschlucken können. Experten raten dazu, bei erhöhtem Algenwachstum nach dem Bad zu duschen und die Bekleidung zu wechseln.

Doch nicht nur bei Algen lauert Gefahr. Analysiert wird von den jeweiligen Gesundheitsämtern im Vier-Wochen-Rhythmus all das, was für Badende problematisch werden kann. Von Mikrobakterien wie intestinale Enterokokken und Escherichia coli über den ph-Wert, die hygienischen Kriterien an den Stränden bis hin zur Sichttiefe, die am Frankfurter Helenesee mit acht Metern am größten ist. Auch Verunreinigungen – teerhaltige Rückstände, Glas, Plastik, Gummi oder andere Abfälle – werden registriert.

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann sich vor der Erfrischung im Internet schlau machen: Unter www.badestellen.brandenburg.de ist eine detaillierte Übersicht ausgewiesener Badestellen und der spezifischen Gewässerqualität zu finden. Der Service des Ministeriums findet immer mehr Zuspruch. Seit Beginn der Badesaison im Mai ist die interaktive Seite bislang fast 430  000 Mal aufgerufen worden – der Juli war mit 217 300 Zugriffen der Rekord.

Beunruhigend ist hingegen die Zahl der von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) erfassten tödlichen Badeunfälle. Nach Aussagen von Robert Büschel, Sprecher des DLRG-Landesverbandes, sind in dieser Saison bereits mindestens zwölf Menschen beim Baden ums Leben gekommen. Am Dienstagabend ertrank ein Mann beim Schwimmen in Brandenburg/Havel. Das Verbraucherschutzministerium verweist darauf, Baderegeln einzuhalten. „Badegäste und insbesondere Kinder sollten in den festgelegten Badezonen bleiben, denn dort sind in der Regel keine Beeinträchtigungen wie Wasserpflanzen oder unebener Untergrund zu befürchten“, rät Sprecher Alexander Kitterer.

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