Es ist Tradition: : Die Freiheit als Weihnachtsgeschenk

In Brandenburg haben in diesem Jahr bislang 92 Häftlinge von der sogenannten Weihnachtsamnestie profitiert. Sie durften wenige Wochen vor den Festtagen vorzeitig die Gefängnisse in Brandenburg verlassen.

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14. Dezember 2014, 07:06 Uhr

In Brandenburg haben in diesem Jahr bislang 92 Häftlinge von der sogenannten Weihnachtsamnestie profitiert. Sie durften wenige Wochen vor den Festtagen vorzeitig die Gefängnisse in Brandenburg verlassen. Im vergangenen Jahr waren es zum gleichen Zeitpunkt zehn Straftäter weniger. Die Amnestie gilt in diesem Jahr für Strafgefangene, die zwischen dem 7. November und dem 9. Januar 2015 regulär entlassen worden wären, sagte eine Ministeriumssprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Damit können noch weitere Häftlinge auf ein Fest in Freiheit hoffen.

In den vergangenen Jahren profitierten in der Regel immer zwischen 90 (2011) und 110 (2010) Häftlinge von der Maßnahme. Lediglich 2012 war die Anzahl mit 50 Straftätern deutlich niedriger. Landesweit sitzen laut Ministerium etwa 1440 Straftäter in den fünf Haftanstalten ein.

Ohne gute Führung während der Haft komme eine vorzeitige Entlassung nicht in Betracht, betonte die Justizsprecherin. Außerdem müssten Unterkunft und Lebensunterhalt des Betroffenen gesichert sein. Bestimmte Delinquenten sind von dem Gnadenakt grundsätzlich ausgeschlossen. Indiskutabel ist er beispielsweise für Sexualstraftäter.

Bundesweit ermächtigen fast alle Justizminister die Staatsanwaltschaften in ihrem Land zur Amnestie, die im Amtsdeutsch Weihnachtsgnadenerweis heißt. So können sich in der benachbarten Hauptstadt Berlin bislang knapp 80 Häftlinge über eine frühzeitige Entlassung freuen.

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