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Streik : DGB-Chefin verlangt Angebot

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Im Tarifkonflikt bei den Kindertagesstätten in Berlin und Brandenburg hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein akzeptables Angebot von den kommunalen Arbeitgebern gefordert.

Im Tarifkonflikt bei den Kindertagesstätten in Berlin und Brandenburg hat der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ein akzeptables Angebot von den kommunalen Arbeitgebern gefordert. „Erzieher fordern zu Recht eine Aufwertung ihres Berufs, die sie in der Gehaltsabrechnung auch sehen können“, erklärte die DGB-Landesbezirkschefin Doro Zinke gestern. Der Kommunale Arbeitgeberverband Brandenburg (KAV) forderte die Gewerkschaften indes auf, die abgebrochenen Verhandlungen fortzusetzen.

In der vergangenen Woche hatten sich nach Angaben der Gewerkschaft Verdi in Brandenburg etwa 2000 Beschäftigte aus 450 kommunalen Kindertagesstätten an Arbeitsniederlegungen beteiligt. Gestern konnten Eltern durchatmen, weil zuvor bestreikte Kitas vor allem im Norden und Westen des Landes wieder öffneten. Erst ab Mittwoch solle der Streik in Kitas in Südost-Brandenburg fortgesetzt werden, teilte Verdi-Verhandlungsführer Erich Mendroch mit. Außerdem richte sich Verdi da-rauf ein, den Streik nach Pfingsten fortzusetzen.

In Berlin werden nur sieben Kitas und fünf Horte des Studentenwerks bestreikt. Hintergrund hierfür ist, dass die meisten Kita-Erzieher wie angestellte Lehrer nach dem Tarifvertrag der Länder bezahlt werden. Sie hatten vor wenigen Wochen ebenfalls gestreikt - im Tarifkonflikt um die Bezahlung der Landesbeschäftigten.

Immer noch würden soziale Berufe meist schlechter bezahlt als gleichwertige andere Tätigkeiten, beklagte Zinke. Mit dieser Diskriminierung müsse endlich Schluss sein. „Die Anforderungen an die Leistung der Erzieher sind immens gestiegen, sie müssen bei den öffentlichen Tarifen auch dementsprechend eingruppiert werden“, verlangte die DGB-Landesbezirksvorsitzende. Aus Sicht der kommunalen Arbeitgeber geht es in dem Tarifstreit nur vordergründig um die Erzieher. „Eigentlich wollen die Gewerkschaften höhere Eingruppierungen in vielen Bereichen des öffentlichen Dienstes durchsetzen, aber dort sind Streiks nicht so öffentlichkeitswirksam wie in Kitas“, betonte KAV-Geschäftsführer Klaus Klapproth.

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