20- und 50-Euro-Scheine sind beliebt : Deutlich mehr „Blüten“ in der Mark

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Bis Ende September kassierten die Beamten insgesamt 1296 Blüten in 780 Fällen ein.

svz.de von
19. Dezember 2014, 22:00 Uhr

Falschgeld taucht wieder deutlich häufiger in Brandenburg auf. Bereits Ende September hatte die Polizei nach Angaben eines Sprechers fast so viele Blüten sichergestellt wie im gesamten Jahr 2012, dem bisherigen Spitzenjahr. Bis Ende September kassierten die Beamten insgesamt 1296 Blüten in 780 Fällen ein. Im Vergleichszeitraum 2012 waren 1146 Falschnoten in 769 Fällen gefunden worden.

Im Gesamtjahr 2012 wurden 1314 falsche Noten mit einem Wert von rund 58 000 Euro festgestellt. „Gingen die Zahlen im Jahr 2013 deutlich zurück, so sind für das laufende Jahr Zunahmen festzustellen“, sagte Polizeisprecher Dietmar Keck. Auffällig ist nach Angaben der Sicherheitsbehörden, dass die Ermittler pro Fall immer mehr falsche Scheine sicherstellen. Die Zahl der sogenannten Falsifikate steige schneller als die Zahl der Fälle, in denen der Betrug auffalle. Die Polizei rief zu besonderer Aufmerksamkeit auf - vor allem in der geschäftigen Weihnachtszeit.

„Der Handel kennt das Problem und schult die Mitarbeiter regelmäßig“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Berlin-Brandenburg, Nils Busch-Petersen. „Es gab schon Kunden, die im Entdeckungsfall dem Kassierer den Schein wieder aus der Hand gerissen haben und geflüchtet sind“, schilderte Busch-Petersen.

Besonders viele Blüten wurden in diesem Jahr im April im Landkreis-Teltow-Fläming entdeckt. In dem konkreten Fall hatte ein Mann sein Auto an verkauft. „Unter dem in bar übergebenen Kaufpreis von 17  000 Euro befanden sich insgesamt 440 gefälschte 20-Euro-Noten mit einem Nennwert von 8800 Euro“, erzählte Polizeisprecher Keck.

Am häufigsten gefälscht wurden laut Keck 20er- und 50er-Scheine. In den ersten neun Monaten von 2014 wurden falsche 20-Euro-Scheine im Wert von 12 200 Euro und 50-Euro-Blüten im Wert von 27  850 Euro sichergestellt. Dabei handele es sich zumeist um professionelle Druck- oder Farbkopie-Fälschungen, die größtenteils aus dem Ausland stammen. Auch auf falsche Münzen stießen die Ermittler.

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