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Woidke war schon bei der Übung: : Bundeswehr wirbt um Führungskräfte

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Neben einer im Jahr 2013 in Dienst gestellten Kompanie, die vor allem für Sicherungsaufgaben und Katastrophenhilfe im Land angefordert werden soll, stehe auch die Anwerbung von Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung im Mittelpunkt,

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erstellt am 05.Feb.2015 | 22:05 Uhr

Die Bundeswehr will die Reservistenarbeit in Brandenburg verstärken. Neben einer im Jahr 2013 in Dienst gestellten Kompanie, die vor allem für Sicherungsaufgaben und Katastrophenhilfe im Land angefordert werden soll, stehe auch die Anwerbung von Führungskräften aus Wirtschaft und Verwaltung im Mittelpunkt, sagte Peter Franke, stellvertretende Kommandeur des Landeskommandos, gestern in Geltow. Diese sollen unter anderem als „Multiplikatoren“ für die Truppe dienen. Es gehe dabei auch darum, „Fähigkeitslücken“ zu schließen.

Nach Aussagen des Kommandosprechers Uwe Nowitzki wurden bereits hochrangige Persönlichkeiten zu Wehrübungen eingeladen. Für sie bestehe die Möglichkeit, mit dem Dienstgrad eines Oberleutnant in den Reservedienst einzusteigen. So habe bereits Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) zwei Mal an einer Übung teilgenommen, berichtet er. Neben Politikern und Unternehmern stehen auch Mediziner in den Reihen der Reserve-Einheiten, darunter die Chefärztin der HNO-Klinik in Brandenburg/Havel.


Reservekompanie auf gutem Weg


Anfang November soll in Potsdam ein von der Bundeswehr organisierter Lehrgang für zivile Führungskräfte in Potsdam stattfinden, eines der ersten Treffen dieser Art. Die Konzeption, hochqualifiziertes Personal zu gewinnen, geht auf eine Konzeption des damaligen Verteidigungsministers Thomas de Maizière (CDU) zurück. „Die Bedeutung der Reservisten für die Bundeswehr ist ins Unermessliche gestiegen“, sagte Franke und verwies auf die Folgen der Strukturreform. Vor allem für Soldaten im Auslandseinsatz müsse in der Heimat zeitweiliger Ersatz geschaffen werden.

Auch bei der neu geschaffenen Reservekompanie des Landeskommandos sei man auf einem guten Weg, in den kommenden Monaten die restlichen zehn von insgesamt 110 Stellen zu besetzen. Geführt wird die Einheit ebenfalls von einem Reservisten – dem Geschäftsführer der Märkischen Wasser- und Abwassergesellschaft in Kleinmachnow. Die Reservisten wurden bereits im Wachdienst ausgebildet. Darüber hinaus sollen sie in Bedrohungslagen auch die Sicherung von wichtiger Infrastruktur übernehmen. „Wenn zum Beispiel ein Kraftwerk geschützt werden muss, stehen diese Einheiten an Zufahrtsstraßen“, erläutert Franke.


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