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Neue Studie zum Eichenprozessionsspinner : Bundesamt lehnt Einsatz von Spinner-Gift ab

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Auf gut 170 Seiten wird in dem Werk „Der Eichenprozessionsspinner in Deutschland“ unter anderem herausgearbeitet, dass der Wirkungsgrad des Mittels gering und die Kosten hoch seien.

Mathias Hausding Eine groß angelegte Studie des Bundesamts für Naturschutz kommt zu dem Schluss, dass das auch in der Prignitz und ganz Brandenburg eingesetzte Insektizid Dipel ES nicht das geeignete Mittel im Kampf gegen gefährliche Raupen sei. Auf gut 170 Seiten wird in dem Werk „Der Eichenprozessionsspinner in Deutschland“ unter anderem herausgearbeitet, dass der Wirkungsgrad des Mittels gering und die Kosten hoch seien.

Es gebe in der Praxis Schwierigkeiten, das Biozid zielgerichtet und effizient einzusetzen. „Der Einsatz von Dipel ES aus Gründen des Gesundheitsschutzes ist grundsätzlich in Frage zu stellen“, heißt es deshalb in der Studie.

Moniert wird außerdem, dass die möglichen Umweltschäden größer als bislang angenommen seien. Auch könne man durch Bekämpfungsaktionen die Populationen allenfalls kurzfristig reduzieren. Auf lange Sicht schade der Einsatz von Dipel ES den natürlichen Gegnern der Raupe.

Als problematisch wird in der Studie die Zulassungssituation bei Dipel ES und anderen Mitteln gesehen. So würden zuweilen pflanzenschutzrechtliche Normen missachtet.

Derweil feiert die Stadt Potsdam die „dramatische Reduzierung des Schädlings“ durch genau dieses Mittel. In einem organisatorischen und finanziellen Kraftakt setzte das Land durch, dass im Frühjahr 2013 aus der Luft und vom Boden aus Schädlingsbekämpfungsmittel versprüht werden, insgesamt auf 12 000 Hektar. Kosten: 4,5 Millionen Euro. Gut angelegtes Geld, finden das Agrarministerium und die Stadt Potsdam.

Mehr Informationen erhalten Sie in der heutigen Ausgabe des „Prignitzers“.

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