Bautel von Jet verloren : Bonos Heckklappe weiterhin verschwunden

U2-Frontmann Bono
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t. Beim Anflug auf Berlin hatte der Jet das Bauteil am Mittwoch verloren. Bis heute ist es noch nicht wieder aufgetaucht.

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14. November 2014, 14:07 Uhr

Vermutlich im Raum Neustadt (Dosse) ist die Heckklappe des Flugzeugs von U2-Sänger Bono abgestürzt. Beim Anflug auf Berlin hatte der Jet das Bauteil am Mittwoch verloren. Bis heute ist es noch nicht wieder aufgetaucht. Der weltbekannte Sänger war von Dublin nach Berlin geflogen, um dort Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) zu treffen und an der Bambiverleihung teilzunehmen.

„Den Piloten ist um 12.15 Uhr aufgefallen, dass sich die Klappe gelöst hat“, so Germout Freitag, Sprecher der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung, die sich mit dem Fall befasst. Zu diesem Zeitpunkt befand sich der private Learjet, der kurz darauf um 12.26 Uhr ohne Probleme am Airport Berlin-Schönfeld aufsetzte, bereits über dem Nordwesten Brandenburgs.

Der Verlust der Klappe ist laut Freitag in einer Entfernung von etwa 30 nautischen Meilen, was rund 62 Kilometern entspricht, zum Flughafen aufgefallen. Kurz zuvor hatte der mit fünf Passagieren und zwei Besatzungsmitgliedern besetzte Jet, der Geschwindigkeiten von bis zu 800 Kilometern pro Stunde fliegt, den Raum Neustadt in mehreren tausend Metern Höhe überquert. „Eine Absturzgefahr für das Flugzeug bestand nicht, da die Klappe zum Gepäckraum führte“, so Freitag.

Unklar ist bislang, wie weit die Tür gesegelt, beziehungsweise wo genau sie abgestürzt ist. „Wenn dabei jemand oder etwas zu Schaden gekommen wäre, hätten wir davon schon erfahren“, so Germout Freitag.

Die in Neuruppin ansässige Polizeidirektion Nord war ebenfalls über den Verlust der Flugzeugklappe informiert worden. „Es haben sich in diesem Zusammenhang aber keine Einsätze für uns ergeben“, so Polizei-Sprecherin Ariane Feierbach. Auch im Neustädter Ordnungsamt gibt es bislang keine Hinweise von Bürgern auf das gesuchte Flugzeugteil, sagte Ordnungsamtsleiterin Kathrin Lorenz auf Nachfrage.

Die Suche danach könnte sich äußerst schwierig gestalten. Denn die Heckklappe des Jets ist nur zirka 80 mal 100 Zentimeter groß, der Amtsbereich Neustadt allein misst 267 Quadratkilometer und ist dünn besiedelt. „Die Klappe kann überall sein – in einem Acker stecken oder in den Bäumen hängen“, meint Freitag. Erschwerend kommt noch hinzu, dass diese nicht leicht zu erkennen sein wird, denn der Privatjet und somit auch die Klappe sind schwarz lackiert, so Freitag.

Manche Flugzeugteile tauchen nie oder erst Jahre später wieder auf. 2009 hatte eine Boeing bei Frankfurt/Main eine Landeklappe verloren. Spaziergänger hatten erst in diesem Jahr Teile im Wald entdeckt, bei denen es sich um die vermisste Klappe handeln könnte.

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