zur Navigation springen

Evakuierung : Bombe legt Potsdam lahm

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Blindgänger bei Bauarbeiten am Hauptbahnhof ausgegraben / Tausende müssen ihre Wohnungen verlassen

Die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg hat gestern die Potsdamer Innenstadt komplett lahmgelegt. Die 250 Kilogramm schwere US-Fliegerbombe war am Morgen bei Bauarbeiten für die neue Zentrale der Landesinvestitionsbank ILB direkt gegenüber vom Hauptbahnhof entdeckt worden. Der Zugverkehr wurde eingestellt, rund 10  000 Menschen mussten in einem Sperrkreis im Radius von 800 Metern ihre Wohnungen verlassen. Weil der Blindgänger bewegt wurde, musste er an Ort und Stelle vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft werden.

In dem Sperrgebiet befinden sich u.a. drei Pflegeheime. Als Unterkünfte für betroffene Potsdamer standen etwa Freizeit-Treffpunkte und eine Schule bereit. 500 Helfer von Stadtverwaltung und Feuerwehr waren im Einsatz, um den Sperrkreis abzusichern.

Die Abgeordneten im Landtag am Alten Markt auf der anderen Seite der Havel mussten ihre Sitzung am Mittag abbrechen. Die ausstehenden Debatten wurden auf die Januar-Sitzung vertagt. Auch die Staatskanzlei und etliche Ministerien wurden geräumt. Der Verkehr von Regionalzügen und der S-Bahn wurde zwischen Potsdam-Babelsberg und Bahnhof Charlottenhof bis zum späten Nachmittag unterbrochen. Auch die Straßenbahnen wurden gestoppt und Buslinien weiträumig umgeleitet.

Die Bombe konnte erst am späten Abend entschärft werden, da die Räumung des Sperrgebiets in einem Radius von 800 Metern um den Fundort lange nicht abgeschlossen werden konnte. Einige Anwohner wollten nicht aus ihren Wohnungen weichen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen