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A 24 : Betrüger wieder verstärkt unterwegs

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Panne ist vorgetäuscht. Der gutmütige Autofahrer hilft mit Geld aus der Patsche. Dafür erhält er im Gegenzug Goldschmuck. Doch der entpuppt sich als billiger Tand.

Die Panne ist vorgetäuscht. Der gutmütige Autofahrer hilft mit Geld aus der Patsche. Dafür erhält er im Gegenzug Goldschmuck. Doch der entpuppt sich als billiger Tand. Im Sommer sind vor allem im Westen und Süden Brandenburgs wieder betrügerische Schmuckverkäufer unterwegs: auf Autobahnzufahrten, Rastplätzen oder Bundesstraßen.

„Die Masche ist immer gleich“, sagt Lutz Miersch, Sprecher der Polizeidirektion Süd. Die Trickbetrüger gaukeln vor, kein Geld mehr zu haben, um eine Reparatur zu bezahlen. Oder der Tank sei leer. Appelliert wird an das Mitleid. Man wolle nicht Geld erbetteln, sondern aus der Not heraus Schmuck verkaufen.

Den Helfern werden dicke Ketten und Armbänder, Ringe mit bunten Steinen oder glitzernde Uhren präsentiert. Die Schmuckstücke tragen meist gleichzeitig zwei Stempel: 24 Karat und die Zahl 585. „Doch ein Fachmann erkennt schnell: Es ist kein Gold“, sagt Miersch. Die Retter in der Not sind geprellt und verlieren schon mal 100 Euro - im Einzelfall mehr.

Autofahrer sollten sich nicht auf solche Angebote einlassen, warnt Miersch. Sie würden nicht nur Geld beim Kauf des billigen Schmucks einbüßen. Auch die angebliche Panne im laufenden Straßenverkehr könne für andere lebensbedrohlich sein. Bei mysteriös erscheinenden Pannen sollte umgehend die Polizei informiert werden. Meist werden jedoch nur Anzeigen erstattet, wenn der Betrug auffliegt.

So hatte Mitte Juli ein 71-Jähriger im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wenig Glück. Hinter Neuruppin gestikulierte ein Autofahrer und bat um Geld. Er hatte angeblich keinen Diesel mehr und wollte deshalb Schmuck verkaufen. Da der Rentner nicht genug Geld dabei hatte, ließ er sich überreden, gemeinsam zur Bank zu fahren. Für sein Geld erhielt der Mann wertlose goldfarbene Armbänder und Ringe.

Erst vor wenigen Tagen konnte die Polizei am Autobahndreieck Dosse drei betrügerische Schmuckverkäufer stellen. Die Rumänen boten für Hilfe wertloses Gold. Da der Verkauf aber noch nicht abgeschlossen war, wurden lediglich die Personalien überprüft.

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