Als verstorben erklärt : Bank weist Mann auf seinen Tod hin

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Manfred Stein aus Oranienburg (Oberhavel) ist quicklebendig. Doch für seine Bank, die Rentenstelle und die AOK war er gestorben.

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23. März 2015, 21:15 Uhr

Manfred Stein aus Oranienburg (Oberhavel) ist quicklebendig. Doch für seine Bank, die Rentenstelle und die AOK war er gestorben. Und zwar am 13. Oktober 2014. Auf seinen Tod wurde der 65-Jährige von seiner Bank hingewiesen. Den Fehler verursachte Steins Krankenkasse durch einen Irrtum.

So hat Manfred Stein seit dem 11. Februar „viel Rennerei und Ärger“, auch wenn er es derzeit schon mit viel Humor zu nehmen versucht. Im Februar wollte der Rentner Geld bei der Deutschen Bank abheben. Aber auch beim wiederholten Versuch klappte es nicht am Automaten – „und dann wurde meine Karte eingezogen und war weg“.

Am Bankschalter wurde er dann aufgeklärt. Nach einem Blick in den Computer teilte ihm der Mitarbeiter mit, „dass ich als verstorben gelte“. Steins Verwunderung war groß. Doch die Oranienburger Filiale der Deutschen Bank hatte es schwarz auf weiß. In einem Schreiben von der Rentenversicherungsanstalt wurde der Bank der Tod von Manfred Stein mitgeteilt.

Da Stein trotzdem von November bis Januar Rente erhalten hatte, wurde das Geld kurzerhand einfach zurückgebucht.

„Zum Glück war ich trotzdem noch im Plus auf dem Konto“, sagt Manfred Stein. Deutsche Bank und Rentenanstalt reagierten prompt dann auch, als sie von Manfred Stein auf den folgenreichen Irrtum hingewiesen wurden.

Nur bei der AOK blieb zunächst eine offizielle Entschuldigung aus. Erst als Stein damit an die Öffentlichkeit ging, reagierte seine Krankenkasse und rief ihn umgehend an. Sie bekannte sich zu „dem bedauerlichen Irrtum“ und bot Stein eine finanzielle Wiedergutmachung an. Außerdem fragte sie bei dem Rentner noch einmal nach, ob denn der Fall unbedingt publik werden müsse. Stein war der Ansicht, das ja.

Mittlerweile erhält Manfred Stein auch seine Rente wieder regelmäßig. Doch bei seiner Frau, Monika Stein, steckt der Ärger über den Fehler seitens der AOK tief. Denn sie erhielt mehrere Beileidsschreiben von anderen Bankinstituten.

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