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Brandenburg : Bald Mangel an sozialen Wohnungen

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Städte- und Gemeindebund fordert Förderung

svz.de von
erstellt am 28.Sep.2014 | 16:46 Uhr

Wohnungen mit Mietpreis- und Belegungsbindungen werden in den meisten brandenburgischen Städten in den kommenden Jahren Mangelware werden. Die Antwort des Infrastrukturministeriums auf eine Kleine Anfrage schlüsselt die Entwicklung für alle 76 zentralen Orte Brandenburgs auf. Drastische Verringerungen gibt es beispielsweise in Bernau, wo für 2013 noch 1323 derartige Wohnungen angegeben wurden. 2018 werden es nur noch 151 sein.

In Eisenhüttenstadt verringert sich die Zahl im gleichen Zeitraum von 1052 auf 206, in Rathenow von knapp 2000 auf ein Viertel. In den drei kreisfreien Städten Bandenburg an der Havel, Cottbus und Frankfurt wird bei weit mehr als der Hälfte der jetzigen Sozialwohnungen die Mietpreisbindung auslaufen. In Guben sinkt die Zahl von 954 im Jahr 2013 auf ganze 38 zum Ende des Jahrzehnts.

Der Geschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Karl-Ludwig Böttcher, geht davon aus, dass in Städte mit geringer Wohnungsnachfrage wie Guben keine Probleme entstehen werden. Für das Berliner Umland sei es jedoch dringend erforderlich, wieder den Wohnungsbau öffentlich zu fördern, um weiter preiswerte Wohnungen anbieten zu können.

Die höchsten Vergleichsmieten gibt die Statistik für Teltow und Kleinmachnow mit 6,31 Euro pro Quadratmeter an. Allerdings lagen die tatsächlichen Mietangebote um 22 Prozent beziehungsweise 33 Prozent über den Vergleichsmieten. Die Landesregierung hatte im Frühsommer eine Mietpreisbremse für 30 Speckgürtelgemeinden beschlossen, der zufolge die Mieten innerhalb von drei Jahren nur noch um 15 statt 20 Prozent steigen dürfen.

Die niedrigsten Vergleichsmieten werden mit 4,38 Euro pro Quadratmeter in Großräschen (Oberspreewald-Lausitz) und Karstädt (Prignitz) mit 4,39 Euro registriert.

Extreme Unterschiede zwischen Berliner Umland und Peripherie existieren auch beim Kaufkraftindex. Der liegt in Kleinmachnow mit 33 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. In Templin ist die Kaufkraft am geringsten und beträgt nur knapp 77 Prozent des Bundesdurchschnittes.

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