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An der Seite von Tom Cruise

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Strausberger Rhönrad-Weltmeister Robert Maaser startet Weltkarriere als Schauspieler

svz.de von
erstellt am 22.Okt.2014 | 15:20 Uhr

Neben dem Schreibtisch von Robert Maaser steht derzeit immer griffbereit ein Koffer – leichtes Handgepäck. „Jederzeit kann es einen Anruf geben, und dann muss ich in den nächsten Flieger“, sagt er. Ziel ist London, denn hier wird der fünfte Teil des Agenten-Thrillers „Mission Impossible“ gedreht. Zu den Schauspielern gehört in diesem Teil, der zu Weihnachten 2015 in die Kinos kommt, der Ex-Strausberger Maaser.

Die Leavesden Studios (Warner Bros. Studios), in denen auch einige Szenen der berühmten Harry-Potter-Filme gedreht wurden, befinden sich ein wenig außerhalb von London. „Einige Außenaufnahmen für ‚Mission Impossible‘ wurden auch in Wien abgedreht“, erzählt Maaser. „Zu meiner Rolle selbst möchte ich nicht viel sagen, es soll natürlich eine Überraschung werden.“

Für den früheren Strausberger, der jetzt in Berlin lebt, ist mit dem Engagement für diesen Kinofilm ein großer Traum in Erfüllung gegangen. Apropos Traum: Der Lebenslauf des 24-Jährigen liest sich wie ein solcher. Der nette Junge aus Strausberg hat eine Weltkarriere gestartet. Diese begann mit dem Sport, dem er auch weiter treu bleiben möchte. Maaser ist mehrfacher Weltmeister im Rhönradturnen (13 mal Gold, fünfmal Silber bei vier Weltmeisterschaften in Folge). Er konnte als jüngster Weltmeister aller Zeiten in diesem Sport neue Maßstäbe setzen.

Maaser wurde zudem erster Weltmeister mit dem Mono-Wheel, auch als Cyr-Rad bekannt. Diese Disziplin wurde zusätzlich in das Rhönradturnen aufgenommen. Maaser hat es geschafft, den Sport, der mit komplizierten Wertungsregeln verbunden ist, mit attraktiven Showelementen zu verbinden.

Der Strausberger hat viel erreicht. Er erzählt von seinen zahlreichen Showauftritten, die ihn durch die ganze Welt geführt haben. „Vor allem in den reichen arabischen Ländern war die Resonanz auf das Rhönradturnen enorm. Die Scheichs waren von den Showauftritten absolut begeistert, denn so etwas hatten sie noch nie gesehen.“ Fernsehauftritte, etwa bei „Das Supertalent“, machten den jungen Mann in ganz Deutschland bekannt.

Nebenbei nahm er immer wieder Schauspielunterricht. Den Weg zum Film ebnete ihm schließlich der Kontakt zu den Schauspiellehrern Mike Bernardin und André Bolouri. Über die renommierte Schauspieleragentur „Das Imperium“ bekam er ein Angebot. „Viel läuft heute über Kontakte, und die hat André Bolouri. Mein Profil für den Film hat einfach gepasst“, sagt Maaser heute.

Auf die Frage, ob es für ihn Berührungsängste gab und gibt, mit den ganz großen Stars zu arbeiten, sagt er selbstbewusst: „Nein, Tom Cruise zum Beispiel ist wirklich nett wie auch Schauspielerkollege Simon Pegg. Und selbst Regisseur Christopher McQuarrie ist ein sehr angenehmer Mann. Klar, sie verlangen viel, aber alles läuft sehr professionell ab.“

Maaser wartet aber nun nicht den ganzen Tag auf einen Anruf aus London. „Ich habe den Kopf voller Ideen, und für mich gibt es keinen Stillstand“, sagt er. Er arbeitet an weiteren Projekten. Neben der eigenen Event-Agentur „Mammut“ hat er zwei weitere Firmen. Er bietet so zum Beispiel Komplettlösungen für 3D-unterstützte Wegeleitsysteme an.

„Ich genieße das derzeit. Aber am schönsten ist es, wenn man wieder nach Hause kommt.“ Und so freut er sich auf Strausberg und Mutter Silvia, Vater Thomas sowie seine Schwestern Anna und Katharina.

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