einer der fünf Buga-Standorte : Am Anfang war Eden

Die Flächen für die Themengärten sind bereits klar erkennbar.
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Die Flächen für die Themengärten sind bereits klar erkennbar.

Noch kann man sich nicht vorstellen, wie die Gärten auf dem Packhofgelände im nächsten Jahr aussehen werden. Es ist noch etwas kahl und leer.

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02. November 2014, 07:58 Uhr

Noch kann man sich nicht vorstellen, wie die Gärten auf dem Packhofgelände im nächsten Jahr aussehen werden. Es ist noch etwas kahl und leer. Zudem wird noch fleißig gearbeitet, um für die gärtnerische Vielfalt zu sorgen, die ab dem 18. April 2015 bei der Bundesgartenschau (Buga) zu sehen sein soll.

„Die Stadt Brandenburg a.d. Havel wird nicht nur im Namen, sondern auch im Alltag von Wasser an der Havel bestimmt und deren Kanälen beeinflusst“, steht auf einem Plakat zu einem Garten, der bei der Buga auf dem Packhofgelände zu sehen sein wird. In einem sogenannten Haus der Landschaft, das vielleicht ein bisschen an ein Gewächshaus erinnert, sind mehrere solcher Plakate aufgestellt. Sie sollten den Journalisten in dieser Woche erklären, wie neun Gärten, sogenannte FGL-Themengärten, die zu den Fachverbänden Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Brandenburg e.V. und Sachsen-Anhalt e.V. gehören, später einmal aussehen werden.

Auf dem Packhofgelände in Brandenburg an der Havel, neben Premnitz, Rathenow, Amt Rhinow/Stölln und der Hansestadt Havelberg, einem der insgesamt fünf Buga-Regionen, werden 33 solcher Themengärten entstehen, so zum Beispiel der Garten „Rot“, der neben roten Farbtupfern später eher eine dunkle, elegante Form annehmen wird. Verhüllt ist noch eine Bank, die die Besucher zum Verweilen einladen soll.

Aber ganz am Anfang, da war „Der Garten Eden“. Ganz am Anfang, da stand einsam und verlassen ein Apfelbaum auf dem Gelände. Erhard Skupch, Geschäftsführer des Zweckverbandes Buga 2015 Havelregion, nennt den Packhof ein „Herzstück“. Man habe optimale Bedingungen gehabt, um die Buga vorzubereiten. „Es läuft alles ganz gut“, sagte Skupch. Jan Paul, der Präsident vom Verband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Sachsen-Anhalt e.V. meinte ebenfalls: „Themengärten sind Magnet und Publikumsliebling zugleich.“ Die Buga will aber nicht nur die Schönheit der Gärten zur Schau stellen, es muss ebenso für die Gewinnung von Nachwuchs gesorgt werden. Denn der fehlt.

Die Fachverbände werden sich im Haus der Landschaft präsentieren. Es wird dort Vorträge geben; das Haus soll als Zentrum für Veranstaltungen dienen, unter anderem für einige Wettbewerbe. Informiert werden die Besucher dann „über Bewässerungsmöglichkeiten oder über Pflanzen, die noch nicht jeder kennt“, wie Rita Kaiser, Geschäftsführerin des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V., erklärte.

Dass ein Garten von rund 100 Quadratmetern einen durchschnittlichen Wert von 20 000 Euro hat, sagte Sonja von Weingraber, aus der Planungsabteilung vom Zweckverband der Buga 2015 Havelregion. Nur bis zum jetzigen Zeitpunkt könne gepflanzt werden. „Nächstes Jahr werden elegante Gräser angepflanzt, die nicht über den Winter halten würden“, erzählte sie. Ziel ist es auch, die Ideen an die Besucher zu verkaufen. „Die Besucher wollen einen Schaufensterbummel haben“, wusste Frank Schröder, Leiter der Planung und technischen Durchführung.

Die Themengärten seien auf Flächen von 60 bis 200 Quadratmetern angelegt worden, also auf „Flächen, die jeder hinter dem Reihenhaus hat“. Später verrieten Georg Firsching, Vorsitzender des Fachverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Berlin und Brandenburg e.V. und sein Kollege Jan Paul noch, dass einem Gärtner von der Buga 100 Euro pro Quadratmeter zur Verfügung gestellt werden. Die Pflanzenvielfalt, die im Laufe der nächsten Monate entstehen soll, wird, laut von Weingraber, nach jetzigem Stand, zumindest am Packhofgelände, „nur temporär zu sehen“ sein. Denn dann gibt es einen Abverkauf. Dann sieht es dort, wo die Besucher bald in den Buga-Pflanzenschiffen an einem Asiatischen Koigarten mit Bambus und einem Wasserspiel entlangflanieren können und neben Ahorn-Bäumen, Zierkirschen und Gräsern, zahlreiche andere Stauden und Farbtupfer bewundern werden, vielleicht wieder ein bisschen so aus wie jetzt.

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